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Forschungsaufruf: BirdLife vermutet Brutvorkommen des seltenen Rotmilans im Bezirk Gmunden

Daniela Toth, 25.03.2017 14:17

GMUNDEN. Oberösterreichs zweitgrößter und zugleich seltenster Greifvogel kehrt im März in seine Brutgebiete bei uns zurück. Gmunden zählt zu jenen vier Bezirken in Oberösterreich, aus denen die meisten Hinweise auf Brutvorkommen vorliegen. BirdLife ruft zu einer Feldforschungsaktion auf.

Rotmilan Foto: Harald Pfleger
Rotmilan Foto: Harald Pfleger

Der Rotmilan breitet sich seit einigen Jahren im Bundesland Oberösterreich wieder aus, nachdem Brutvorkommen im vorigen Jahrhundert erloschen waren. Wer seine Sichtungen des Rotmilans meldet, hilft den Vogelschutzexperten, gezielte Suchaktionen über mögliche Brutplätze einzuleiten, um den Rotmilan künftig besser schützen zu können.

Imposante Greifvögel

Mit einer Flügelspannweite von 160 Zentimeter ist der rostrot gefärbte Rotmilan relativ leicht von anderen Greifvögeln wie dem Mäusebussard und dem Turmfalken zu unterscheiden. Verwechslungen sind mit dem nahe verwandten Schwarzmilan und eventuell mit der Rohrweihe möglich. Markenzeichen des Rotmilans sind neben seiner imposanten Größe der tief gegabelte, rostbraune und lange Schwanz sowie seine langen Flügel.

Maximal zehn Paare in Österreich vermutet

Derzeit vermutet BirdLife drei bis maximal zehn Rotmilan-Paare in Oberösterreich. Brutversuche sind überall im Bundesland möglich, außer im Gebirge, in großen Waldgebieten und in Siedlungen. Der Rotmilan nistet bevorzugt auf Bäumen an Waldrändern in Kulturlandschaften mit hohem Wiesenanteil und ist dort besonders störungsanfällig. Deshalb sollten diese Plätze während der Brutzeit frei von allen Störungen - wie Waldarbeiten oder intensive Freizeitaktivitäten - gehalten werden.

Sichtungen bitte melden

„Wir von BirdLife versuchen diesem scheuen Rückkehrer bestmöglich zu helfen“, erklärt Hans Uhl, Projektleiter für den Schutz des Rotmilans. Wer sich sicher ist, einen oder mehrere Rotmilane beobachtet zu haben, wird gebeten, dies rasch zu melden, alle Meldungen werden vertraulich behandelt.

Kontakt: 01/523 46 51 oder hans.uhl@birdlife.at


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