Starkes Wochenende für die Wasserretter am Traunsee
TRAUNSEE. Gleich zweimal musste am Samstagnachmittag die Sturmwarnung aktiviert werden. Das bedeutete Intensiv-Einsatz für die Wasserretter des Salzkammerguts - auch, wegen des Leichtsinns mancher Wassersportler.

Das erste Mal wurde die Sturmwarnung gegen 14 Uhr aktiviert. Die Mannschaft des Ebenseer Einsatzbootes barg am frühen Nachmittag zwei Freizeitkapitäne mit ihren Schlaubooten. Als um 17.13 ein neuerliches Unwetter eine Sturmwarnung auslöste, konnte bei der Kontrollfahrt wieder ein Schlauchboot und ein Segelboot geborgen werden.
Suche nach Schlauchboot mit Kindern
Danach sorgte eine Alarmierung durch die Landeswarnzentrale für weitere Dramatik: In der Nähe von Traunkirchen sei ein Schlauchboot mit mehreren Kindern treibend im See gesichtet worden. Bei der Suche wurden neben dem Einsatzboot Ebensee der Wasserrettung auch die Boote der Freiwilligen Feuerwehren Traunkirchen und Altmünster eingesetzt. Trotz Eweiterung des Radius blieb die Suche erfolglos - das Schlauchboot dürfte aus eigener Kraft das sichere Ufer erreicht haben.
Retter oft in Lebensgefahr
Oftmals müssen die ehrenamtlichen Helfer der Wasserrettung Menschen in ähnlichen Situation aus höchster Lebensgefahr retten, weil die Sturmwarnung zu spät oder gar nicht beachtet wurde. Hinzu kommen manchmal auch sehr lokale Unwetter die entweder gar keine Sturmwarnung auslösen bzw. die Warnung fast gleichzeitig mit den heftigen Sturmböen eintrifft. „Für die Wassersportler sollten allerdings die Zeichen eines nahenden Schlechtwetters ersichtlich sein. Wer schon dunkle Wolken aufziehen sieht, sollte sich selbst rechtzeitig ans sichere Ufer begeben und nicht auf Sturmwarnungen warten oder sich auf Hilfe der Einsatzkräfte im Notfall verlassen“, appellieren die Wasserretter an die Vernunft der Wassersportler. Schlauchboote und Luftmatratzen seien besonders windanfällig, wer zu lange warte, könne von den ersten Windboen rasch zur Seemitte getrieben werden. „Bei stark sinkenden Temperaturen, Regen und teils meterhohen Wellen wird die Situation sehr bald lebensgefährlich“, warnen die Experten.


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