Trauer um „Engel von Cartagena“ – Gmunder Missionarin verstarb mit 98
GMUNDEN/CARTAGENA. Schwester Elfride Jagersberger wurde 1919 in Gmunden geboren, wuchs in Scharnstein auf und trat bereits mit 15 Jahren in den Orden Franziskanischer Missionsschwestern von Maria Hilf ein. Nun verschied die Missionarin nach einem langen und erfüllten Leben im kolumbianischen Cartagena.

Nur zwei Jahre nach ihrem Eintritt in den Orden, mit 17 Jahren, wurde Schwester Elfride (Taufname Franziska) nach Cartagena entsandt, dort verbrachte sie den Großteil ihres Lebens. Die Gmundnerin war bis ins hohe Alter für die Menschen da, besonders für Jugendliche und Kinder. Zeitlebens war sie eine Kämpferin auf Seiten der Armen, ihr unermüdliches Engagement brachte ihr den Namen „Engel von Cartagena“ ein. In ärmlichen Dörfern und Stadtteilen errichtete sie Schulen, Kirchen, Kindergärten und Gesundheitsstationen. Noch jenseits der 80 begann sie ein Studium und gründete Einrichtungen, die sie erst mit dem 95. Lebensjahr an jüngere Mitschwestern abgab. Trotz körperlicher Beschwerden war sie geistig erstaunlich fit und managte bis dahin ihre Schulen selbst.
Unermüdliches Engagement
Die beeindruckende Bilanz des „Engels“: sechs Kindergärten, sieben Volksschulen, zwei Mittelschulzentren, fünf Gesundheitsstationen, eine Zahnstation, vier Kirchen, zwei Klöster und ein Einkehrzentrum gehen auf ihren Einsatz zurück. Unterstützung erhielt Schwester Elfride von der Linzer Pfarre St. Magdalena, die ihre Projekte mit Sammlungen, aber auch mit Vorträgen, Diskussionen und „Kolumbianischen Abenden“ förderte.<


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