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Dialogpredigt von Evangelischen und Katholiken als "historische Stunde" für Gmunden

Hans Promberger, 03.11.2017 14:53

GMUNDEN. Als „historische Stunde“ bezeichnete Bürgermeister Stefan Krapf den gemeinsamen Gottesdienst evangelischer und katholischer Christen in der evangelischen Auferstehungskirche zum Abschluss des 500. Jahresjubiläums der Reformation.

Gemeinsamer Gottesdienst in der Gmundner Auferstehungskirche Foto: Albert Botka
Gemeinsamer Gottesdienst in der Gmundner Auferstehungskirche Foto: Albert Botka

Dabei hob man in den gemeinsamen Gebeten und Erklärungen den neuen gemeinsamen Weg der Religionen, das Verbindende und den Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft hervor. In diesem Sinn zelebrierten evangelische und katholische Geistliche aus der Region gemeinsam den Gottesdienst am Reformationstag in der evangelischen Auferstehungskirche. In der „Dialogpredigt“ des katholischen Hochschulseelsorgers Markus Schlagnitweit und des evangelischen Pfarrers Dietrich Bodenstein ging es unverblümt um „die erstaunlich wenigen Stolpersteine“ zwischen den beiden größten christlichen Konfessionen Österreichs. Das gemeinsame Feiern und Gedenken und die anschließende Agape unterstrichen die Bereitschaft zum verständnis- und rücksichtsvollen Miteinander eindrücklich.

Unterschiede überwunden

Die Erkenntnis der Theologen: Die Erkenntnisse der Kirchenreformatoren des ausgehenden Mittelalters seien für politische und ökonomische Interessen der Machthaber missbraucht worden und hätten zu unsagbarem Leid und Krieg geführt. Die Freude an Gottes froher Botschaft solle über der Trauer der Spaltung und den gegenseitigen Verletzungen stehen.

In seinem Grußwort wünschte sich Bürgermeister Krapf, dass auch Wirtschaft und Politik aus der Vergangenheit lernen und sich zum christlichen Fundament Nächstenliebe, Respekt und Toleranz bekennen.


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