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Im Salzkammergut Klinikum muss man auf die meisten Operationen drei bis fünf Wochen warten

Daniela Toth, 18.12.2017 11:46

GMUNDEN/BAD ISCHL/VÖCKLABRUCK. Im Zuge einer SP-Anfrage an Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (VP) wurden die Wartezeiten auf Operationstermine in den OÖ Spitälern veröffentlicht. Das Salzkammergut Klinikum liegt in den meisten Bereichen im guten Mittelfeld.

Im Lauf des nächsten Jahres wird am SK Vöcklabruck ein weiterer Magnetresonanztomograph (MRT) in Betrieb genommen, um die Wartezeiten zu verringern. Foto: gespag

Untersucht wurden elf verschiedene, geplante (und damit nicht akute) Operationen bzw. Untersuchungsmethoden. Dabei liegt das Salzkammergut Klinikum bei den Katarakt-Operationen (“Grauer Star“) mit vier Wochen oberösterreichweit an der Spitze, die längste Wartezeit hat man hier im Klinikum Wels-Grieskirchen mit 24 Wochen.

Auch auf die meisten anderen untersuchten Operationen muss man im Salzkammergut Klinikum zwischen drei und fünf Wochen warten. Die jeweiligen „Spitzenreiter“ können die Termine hier rascher anbieten. Zumeist liegen die Unterschiede im Bereich von einer bis zwei Wochen – etwa bei der Unfallchirurgie, wo man in Braunau eine Woche, im Salzkammergut Klinikum drei Wochen warten muss.

Zur Frage, inwiefern sich die Wartezeiten für allgemeinen Klasse und Sonderklasse unterscheiden, konnten für das Salzkammergut Klinikum keine Zahlen vorgelegt werden.

„Akutmedizinische Maßnahmen werden unverzüglich durchgeführt“

Die Gespag betont zur Frage der Wartezeiten, „dass alle erforderlichen, akutmedizinisch notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen unverzüglich angeboten und durchgeführt werden. In den gespag-Spitälern werden alle Patientinnen und Patienten entsprechend der Schwere ihrer Beschwerden gereiht und versorgt. Natürlich wird auch auf die individuelle Situation von Wartenden und deren Begleitpersonen eingegangen.“

Lange Warten aufs MRT

Auffällig im Salzkammergut Klinikum ist die vergleichsweise lange Wartezeit bei Untersuchungen im Magnetresonanztomographen (MRT). Hier beträgt die Wartezeit 20 Wochen, beim “Spitzenreiter“ im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz nur drei Tage. Dieser Nachteil soll jedoch schon im Herbst 2018 ausgeglichen werden, da dann in Vöcklabruck ein weiterer MRT in Betrieb gehen wird. „Die Bezirke Gmunden und Vöcklabruck verfügen dann über drei Magnetresonanztomografen“, wie die Klinikleitung betont.

„Vereinbarte Termine auch wahrnehmen“

Mit ein Grund für Wartezeiten: Viele Patienten kontaktieren mehrere Krankenhäuser und erhalten dann auch Operationstermine in mehreren Anstalten. Werden die nicht wahrgenommenen Termine jedoch nicht oder sehr kurzfristig abgesagt, können sie nicht neu vergeben werden. Es sei daher äußerst wichtig, dass Patienten die Termine wahrnehmen bzw. bei begründeter Verhinderung diese zeitgerecht absagen, betonte Landesrätin Christine Haberlander in ihrer Anfragebeantwortung.

„Mehr Transparenz“

„Mehr Transparenz“ wünscht sich hier die Ebenseer Landtagsabgeordnete Sabine Promberger (SP): Eine Übersicht über die zu erwartenden Wartezeiten an den verschiedenen Spitälern könnte den Patienten helfen, gleich das optimale Spital auszuwählen und sich nur einen – nämlich den für den Patienten besten – Termin zu holen: „Hier ließe sich vieles verbessern, ohne Qualitätsverlust“, so Promberger. Sie zeigte sich, ebenso wie ihr Kollege aus Gampern, Hermann Krenn, insgesamt mit den Wartezeiten im Salzkammergut Klinikum weitgehend zufrieden. OÖ-weit habe es im Vergleich zum Vorjahr jedoch eine tendenzielle Verschlechterung gegeben.

Gespag betont “gesetzmäßges Vorgehen“ bei den Wartelisten

Zur Forderung nach transparenten Wartelisten informiert die Gespag, dass man gemäß dem Oö. Krankenanstaltengesetz bereits seit Längerem verpflichtet sei, für die Fächer Orthopädie und Augenheilkunde ein Wartelistenregime zu führen. ln diesenFächern stünden daher entsprechende valide Auswertungen der durchschnittlichen Wartezeit zur Verfügung, die bereits seit 2015 auf der Homepage der gespagstandortspezifisch beim jeweiligen Fach veröffentlicht seien. „Der Rechnungshof hat dieses Gebaren im Jahr 2016 bezüglich Wartelistenregime geprüftund ein korrektes und gesetzmäßiges Vorgehen festgestellt“, so die Gespag abschließend.


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