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GMUNDEN. Weil er eine Entscheidung der Kinder- und Jugendhilfe nicht akzeptieren wollte, bedrohte ein in Gmunden lebender 24-jähriger Deutscher in der Bezirkshauptmannschaft Mitarbeiter und wollte später mit einer Gaspistole zurückkehren. Schon zuvor war die Installation von Eingangskontrollen geplant.

Ein Mann, der eine Behördenentscheidung nicht akzeptieren wollte, rastete in der BH Gmunden aus.
Ein Mann, der eine Behördenentscheidung nicht akzeptieren wollte, rastete in der BH Gmunden aus.

Auch einige Tage nach dem Vorfall war in der BH noch nicht der Alltag zurückgekehrt. „Die Arbeit ist schon noch beeinträchtigt. Die Schreibtische der Mitarbeiter sind prinzipiell alle mit Alarmknöpfen ausgestattet. Dieser wurde in dieser Situation auch betätigt“, so Bezirkshauptmann Alois Lanz.

Eingangskontrollen mittelfristig geplant

Unabhängig vom Vorfall in der Vorwoche seien mittelfristig Eingangskontrollen geplant, entsprechende Vorrichtungen würden zurzeit in Linz gerade erprobt. Von einer generellen Zunahme an aggressivem Verhalten durch BH-Besucher könne man nicht sprechen. „Solche Zwischenfälle können dort und da passieren. Im Sinne einer echten Diskussionskultur würde ich mir aber wünschen, dass Internet-Poster ihre wahre Identifikation angeben müssten und sich nicht mehr hinter ,nicknames“ verstecken können“, so Lanz.

Wollte „alle umbringen“

Der einschlägig vorbestrafte Mann hatte im BH-Gebäude BH-Mitarbeiter und auch die Mitarbeiter einer Familienbetreuungsfirma beschimpft. Nachdem er die Behörde verlassen hatte und wieder in seine Wohnung nach Gmunden zurückgekehrt war, äußerte der Jungvater gegenüber einem Freund, dass er „alle umbringen“ werde. Mit einer Gaspistole wollte der Deutsche offensichtlich wieder zur Behörde zurückgehen. Ein Freund entriss ihm zwar die Schusswaffe, der Mann machte sich dennoch auf zur Behörde, wo er von den inzwischen alarmierten Polizeibeamten im Stiegenhaus festgenommen und in die Justizanstalt Wels eingeliefert wurde.


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