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GMUNDEN. Dass immer mehr Großkonzerne die Kontrolle über unsere Lebensmittel übernehmen, ärgert Herbert Wegscheider. Mittels regelmäßiger, verbindlicher Unterstützung will er Biobauern helfen, mit einem sicheren Einkommen zu rechnen. Eine „Solidarische Landwirtschaft“ ist das Ziel.

Herbert Wegscheider (Mitte) mit Thomas und Nadiia Schiller Foto: Stadtgemeinde
Herbert Wegscheider (Mitte) mit Thomas und Nadiia Schiller Foto: Stadtgemeinde

Grundlage dafür ist eine vertraglich geregelte Partnerschaft zwischen einem Produzenten und einer Gruppe von Konsumenten. Der Produzent stellt die Versorgung mit Lebensmitteln sicher, die Konsumenten stellen im Gegenzug (finanzielle und immaterielle) Ressourcen für den Betrieb zur Verfügung. Nach mehreren Vorgesprächen schloss Wegscheider nun mit Thomas Schiller, der einen Bio-Bauernhof in Niederthalheim (bei Schwanenstadt) betreibt, einen Vertrag ab. Darin verpflichtet sich der Gmundner, einen monatlichen Solidarbetrag (100 Euro) an den Produzenten zu überweisen. Dafür kann er aus dem aktuellen Gemüse- und Obstangebot am Markt auswählen. Das Risiko für Ernteausfälle teilen sich Produzent und Konsument.

Infoabend am 4. April um Gmundner „Adagio“

„Es geht mir aber nicht um den Produzenten, sondern um die kleinstrukturierte Landwirtschaft und was auf weltwirtschaftlicher Ebene passiert. Denn Lebensmittel sind für Großkonzerne und ,Multis“ ein lukratives Geschäft geworden“, so der ehemalige Jurist. Für erstklassige, ökologische Produkte müsse man halt höhere Preise akzeptieren. „Man muss ja das allergrößte Auto haben oder alle sechs Monate sein Handy wechseln. Das ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn an Genuss“, so Wegscheider. Mit seinem Engagement möchte er mehr Menschen für eine ökologische und solidarische Landwirtschaft begeistern. Darum gibt´s am Mittwoch, 4. April, um 19.15 Uhr im „Adagio“ (Traungasse) auch einen Infoabend zum Thema.


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