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GMUNDEN. Vor genau 140 Jahren wurde der Miesweg der Öffentlichkeit übergeben – und ersetzte einen früheren, zu dieser Zeit bereits gänzlich verfallenen Waldsteig. Bis zu seiner Sperre im Vorjahr war er für Gäste und Einheimische ein beliebtes Wanderziel. Nun soll das „Naturwahrzeichen“ mit Hilfe eines LEADER-Projekts wieder reaktiviert werden.

  1 / 4   1911 war der Miesweg bereits ein Postkartenmotiv, nach zweijähriger Sperre soll er nächstes Jahr wieder eröffnet werden. Foto: F.E. Brandt

Im August feiert der Miesweg einen runden Geburtstag: 1878 wurde der vom „Österreichischen Touristenclub/Section Gmunden“ errichtete Weg, der von der „Ansetz“ am Fuß des Traunsteins über den „Mies“ zur „Lainaustiege“ führt, im Rahmen einer kleinen Feier der Öffentlichkeit übergeben (Quelle: Gmunden in alten Ansichten, Band 3).

Künftig „Leichter Klettersteig“

Im Vorjahr musste der beliebte Steig jedoch gesperrt werden, weil die aktuellen Sicherheitsnormen nicht erfüllt wurden. „Wäre dort ein Unfall passiert, hätte ich persönlich dafür gehaftet. Wir hatten da wirklich großes Glück“, so Bürgermeister Stefan Krapf.

Sanierungsbeginn im Herbst

Wenn nun alles nach Plan läuft, kann im Herbst mit der Sanierung begonnen werden, sodass der Steig nächstes Jahr als „leichter Klettersteig“ zur Verfügung steht. „Früher wurde der Miesweg manchmal als „Familienwanderweg“ beschrieben – das ist er definitiv nicht“, betont auch Stefan Krapf. 

Die veranschlagten Sanierungskosten von 300.000 Euro sollen mit Hilfe einer LEADER-Förderung aufgebracht werden, wie Krapf erklärt. Das Projekt ist derzeit beim Land OÖ eingereicht, die Chancen auf eine 60-Prozent- Förderung stehen gut, das Projekt wurde von der Traunsteinregion bereits positiv bewertet.

Alpenverein übernimmt Sanierungsarbeiten

Die Sanierungsarbeiten selbst übernimmt die Sektion Gmunden des Alpenvereins, die Stadt stellt das Material zur Verfügung. „Die Gewerke werden aber natürlich von professionellen Firmen hergestellt“, so Krapf, der sich freut, dieses „Naturwahrzeichen“ bald wieder öffnen zu können: „Der Miesweg hat eine lange Tradition – immerhin hat hier schon der Kaiser gejagt. Er ist ein Paradebeispiel für die Reichhaltigkeit unserer Natur- und Kulturlandschaft.“


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