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Treue Salzkammergut Festwochen-Besucherin begeisterte früher als Koloratursopran

Daniela Toth, 06.08.2018 15:38

GMUNDEN. Lange Jahre war sie auf den Opernbühnen zu erleben, heute ist sie Stammgast bei den Gmundner Festwochen: Die frühere Gmundnerin Lore Eybl sang als Koloratursopran sogar einmal die „Königin der Nacht“ aus Mozarts „Zauberflöte“.

Lore Eybl beim Tips-Gespräch
Lore Eybl beim Tips-Gespräch

Ihre Kinderjahre verbrachte sie in der Gmundner Villa Aichlburg, ehe die Familie nach Linz übersiedelte. Später ging es – dem Beruf ihres Ehemannes wegen – nach Deutschland, ehe Lore Eybl, geborene Löcker, in Leonding landete. Der Bezug zu Gmunden ging aber nie verloren: „Ich komme noch heute regelmäßig hierher – um Verwandte zu besuchen und auch wegen der Festwochen“, wie Eybl erzählt.

Immerhin ist die Kulturliebhaberin auch selbst „vom Fach“: Nach dem Studium am Mozarteum – mit kleiner Zwischenepisode an der Akademie in Wien – war sie in Konzertsälen und Kirchen Österreichs und Deutschlands zu hören, wann immer es ihre Mutterpflichten und der berufliche Einsatz im Betrieb ihres Mannes erlaubten: „Ich war ein Koloratursopran und habe es sogar bis zum dreigestrichenen a geschafft“, erzählt Eybl. Damit stellte auch die Arie der „Königin der Nacht“ kein Problem dar – was Eybl bei einem Konzert in Wels eindrucksvoll belegte.

„Mit Gewalt zum Alt“

Die Ängste ihres Salzburger Gesangslehrers erwiesen sich also als unbegründet. Dieser hatte zuvor befürchtet, man werde in Wien „mit Gewalt einen Alt“ aus ihr machen, wie Eybl schmunzelnd erzählt. Mittlerweile hat sie das Koloraturfach altersbedingt an den Nagel gehängt und singt als Sopran „aus Spaß an der Freude“ manchmal bei Hochzeiten oder anderen Veranstaltungen.

Tränen als Kompliment

Auch, wenn ihre Kinder beruflich in anderen Branchen gelandet sind, Eybls Musikalität haben sie dennoch geerbt. Dies merkte die Sängerin schon früh – und auf sehr berührende Weise: „Mein Sohn hat, als er fünf Jahre alt war, einmal nach einem Auftritt als Violetta in La Traviata zu mir gesagt: „Mama, ich hab weinen müssen, weil das so schön war!“


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