Trockenheit und "Raues Hornblatt" gefährden Zukunft des Krottensees
GMUNDEN. Ein für viele erschreckendes Bild bietet seit einiger Zeit das Naturjuwel Krottensee: Der östliche Bereich ist verlandet, und auch das größere Becken führt nur wenig Wasser. Der Umweltausschuss schlägt nun vor, den See auszubaggern – wie dies bereits vor zwanzig Jahren gemacht wurde.

Schon im Sommer lagen schmale Wasserbereiche zwischen der Insel und dem Ufer komplett im Trockenen, mittlerweile liegt der Wasserspiegel rund 80 Zentimeter unter dem Normalwert. Werner Huemer, Biologielehrer am Gymnasium Ort, befasst sich seit Jahrzehnten intensiv mit der Tier- und Pflanzenwelt des Toteislochs. Kürzlich präsentierte er vor dem Umweltausschuss der Stadtgemeinde Gmunden die aktuelle Situation.
See wächst von unten zu
Neben der heurigen Trockenheit ist der See vor allem durch die explosionsartige Verbreitung des „Rauen Hornblatts“ gefährdet, eine Wasserpflanze, die in den vergangenen Jahren viele andere verdrängt hat. Abgestorbene Pflanzenteile bilden am Grund des Sees eine jährlich dicker werdende Faulschlammschicht. Der See wächst daher von unten zu.
See braucht wieder mehr Platz
Huemer arbeitet diesem Prozess seit Jahren entgegen und entfernt gemeinsam mit Helfern regelmäßige das Hornblatt aus dem See. Nun schlägt er jedoch auch eine Ausbaggerung vor: „Damit könnte man dem See wieder Platz schaffen. Man darf nicht vergessen: In den 50er und 60er Jahren wurde dem Krottensee durch Anschüttungen viel Fläche weggenommen“, erklärt Huemer.
Naturjuwel erhalten
Der Umweltausschuss habe diesem Vorschlag einstimmig zugestimmt und werde diese Maßnahmen dem Stadtrat vorgeschlagen, so Ausschuss-Obmann Peter Trieb: „Wir wollen den Gmundnern dieses Naturjuwel erhalten.“


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