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GMUNDEN. Jugendliche, die sich nicht mehr fortgehen trauen, Eltern, die um ihre Kinder fürchten: Weil derzeit viel nächtliche Gewalt in der Innenstadt wahrgenommen wird, lud Bürgermeister Stefan Krapf zu einem Sicherheitsgipfel.

Stadtpolitik und Polizei wollen für Sicherheit im Nachtleben sorgen. Symbolbild: Weihbold
Stadtpolitik und Polizei wollen für Sicherheit im Nachtleben sorgen. Symbolbild: Weihbold

Vor allem Gruppen junger Männer, die gezielt die Eskalation suchen, sorgen für Probleme. Hier gebe es bereits Ermittlungsfortschritte und konkrete Verdächtige, betont Bürgermeister Stefan Krapf (VP) nach der Gesprächsrunde mit politischen Vertretern und Polizei. Insgesamt seien die Anzeigen wegen Körperverletzung in den letzten Jahren stark zurückgegangen: so wurden – einschließlich der Großveranstaltungen – heuer 20 Fälle gemeldet. Dass das Sicherheitsempfinden trotzdem wahrnehmbar sinkt, könne an einer „Aufbauschung“ durch soziale Medien liegen, vermutet Sicherheits-Stadträtin Beate Enzmann (FP), „Andererseits werden aber auch viele Vorfälle nicht angezeigt, oft auch aus Angst vor Rache.“

„Vorfälle immer sofort anzeigen“

Gemeinsam mit Bürgermeister Krapf appelliert Enzmann, dennoch jede wahrgenommene Bedrohung der Polizei zu melden „am besten sofort und nicht erst am nächsten Tag“. Die Polizei schütze die Identität der Anzeiger, Zeugen können auch anonym Beobachtungen melden.

Wenn Vorfälle angezeigt werden, erhalte man ein realistisches Bild von der Lage, so Krapf. Vorerst sollen „unangekündigte Schwerpunktkontrollen“ durchgeführt werden. Die Stadtpolitik werde die Situation durch regelmäßige Abstimmungsgespräche mit der Polizei „im Auge behalten“, verspricht der Bürgermeister. Sollte die Zahl der Anzeigen künftig tatsächlich stark steigen, sei es vielleicht auch möglich, eine Genehmigung für eine Videoüberwachung der betroffenen Areale zu erhalten


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