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BEZIRK GMUNDEN. Innerhalb weniger Tage hat sich unser Alltag völlig verändert. Doch auch, wenn das Corona-Virus viele Schwierigkeiten und Einschränkungen bringt, so ist doch an vielen Stellen Solidarität und Miteinander zu spüren.

Freude über die dringend benötigte Hilfe beim Zirkus Aramannt. Foto: Lask Fanclub Salzkammergut
Freude über die dringend benötigte Hilfe beim Zirkus Aramannt. Foto: Lask Fanclub Salzkammergut

Die Aufrufe haben gewirkt: Gmundens Rathausplatz und Esplanade waren fast menschenleer – trotz Liebstattsonntag. Das Fest fiel, wie so vieles andere, den Corona-Sicherheitsmaßnahmen zum Opfer. Insgesamt verhalten sich die Menschen im Salzkammergut offenbar weitgehend diszipliniert: So wurden laut Polizei am Wochenende keine „Corona-Partys“ bekannt.

Geburtenabteilung gesperrt, Bus und Bahn fahren weniger

Die Folgen der Sperren sind auch in anderen Bereichen unübersehbar: Die Geschäfte sind weitgehend geschlossen, Bus und Bahn fahren nach Wochenendfahrplan, vieles läuft auf „Notbetrieb“.

Im Klinikum Bad Ischl wurde aufgrund der Corona-Infektion eines Mitarbeiters die Geburtenabteilung geschlossen – die Frauen werden derzeit in Vöcklabruck betreut. Im Gmundner Krankenhaus haben sich die Infektiologie-Experten auf Corona-Patienten vorbereitet.

Für viele Menschen bringt die Pandemie neben gesundheitlichen Ängsten auch enorme wirtschaftliche Schäden und existenzielle Sorgen.

„Gestrandeter“ Zirkus

Es macht aber auch Mut, zu sehen, wie in Notsituationen engagiert geholfen wird: Der Berliner Familienzirkus Aramannt strandete Corona-bedingt in Vorchdorf. Vier Erwachsene und vier Kinder stehen nun ohne Einnahmen da – Kamel, Ziege, Pferd, drei Ponys, drei Hunde und mehrere Tauben sind trotzdem zu versorgen. Kurz entschlossen, startete der regionale Lask-Fanclub einen Spendenaufruf – und konnte rasch eine erste Versorgung mit Lebensmitteln und Diesel zum Heizen bereitstellen. (Spendenkonto „Zirkus Vorchdorf“, IBAN: AT282031707725110931)

Salzkammergütler helfen sich gegenseitig

Viele Menschen brauchen derzeit auch Hilfe im Alltag – vor allem jene, für die eine Corona-Infektion besonders gefährlich ist. Auch hier ist die Solidarität beeindruckend: Quasi über Nacht entstanden in fast allen Gemeinden Gruppen und Einzelinitiativen, die unkompliziert Erledigungen für andere übernehmen. Eine Plattform, die Hilfsangebote und Hilfsanfragen zusammenbringt, wurde auf tips.at eingerichtet. Das Angebot hier reicht von Einkaufsdiensten über einen gratis Online-Englischunterricht für Schüler bis zur telefonischen Beratung.

Regional online einkaufen

Auch, wenn derzeit die meisten Geschäfte und Restaurants geschlossen sind: Viele ermöglichen eine Telefon- oder Online-Bestellung und stellen ihre Waren zu. Einen Überblick gibt es auf der WKO-Seite www.lieferserviceregional.at/gmunden, Gmundner Geschäfte haben sich zudem auf www.gmunden-stilvollshoppen.at zusammengefunden. Vielleicht sieht so mancher auch hier eine Gelegenheit zum gelebten regionalen Zusammenhalt.<

Link zur Tips-Hilfsaktion: www.tips.at/miteinander

Link zu allen Corona-Berichten: www.tips.at/coronavirus


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