Wolfsrisse im Salzkammergut bestätigt
KIRCHHAM/GMUNDEN. Die kürzlich an einem toten Reh in Kirchham und zwei Nutztieren am Grünberg gefundenen Rissspuren stammen von einem Wolf. Das zeigte nun eine DNA-Analyse. Bezirksjägermeister Johann Enichlmair ruft zur Vorsicht auf und bittet, Sichtungen zu melden.

Was bereits vermutet wurde, hat nun eine DNA-Analyse bestätigt: Im Norden des Bezirks Gmunden ist ein Wolf unterwegs. Bei allen drei gerissenen Tieren wurden Spuren gefunden. „Dazu konnen sicher noch weitere Wildtiere in den Wäldern“, so Bezirksjägermeister Johann Enichlmair. Was ihm Sorgen mache, sei, dass es eben auch Risse auf Weiden in der Nähe von Häusern gebe: „Sobald sich der Wolf in die Nähe von Siedlungen begibt, wird er zur Gefahr.“ Er rate zur Vorsicht.
Drei bis vier Wölfe im Süden Oberösterreichs unterwegs
Angesprochen auf eine Meldung von Tips-Leser Gerhard Wranik, der den Wolf vor zwei Wochen in Kaltenmarkt sichtete, und ihn als „ohne jegliche Scheu eines Wildtieres“ beschreibt, bestätigt Enichlmair, dass auch ihm solche Meldungen vorliegen. Er bittet, jede Sichtung – wenn vorhanden auch mit Handy-Video – an den örtlichen Jagdleiter zu melden. Er gehe von drei bis vier Wölfen aus, die im Süden Oberösterreichs aktiv sind und befürchtet eine Rudelbildung: „Dann sind wir bei 300 Prozent Zuwachsrate im Jahr.“
Wölfe dürfen auf Basis europarechtlicher Bestimmungen weder gejagt, noch gefangen, noch getötet werden, wie Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger (VP) in einer Aussendung betont. Über Antrag könne die Landesregierung Ausnahmen von diesen Verboten bewilligen, die Grundlagen dafür müssen jedoch sehr streng beurteilt werden. Um die Lage einschätzen zu können, wird ein Wolfsmonitoring durchgeführt.


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