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GMUNDEN. Vor vier Jahren stellte Christoph Mizelli, begeisterter Traunsteingeher und Bergretter, sein Buch „Mythos Traunstein“ vor, das vor allem die Schrecken des „Wächters des Salzkammerguts“ erzählt. Der zweite Band zeigt nun die Schönheiten des „Traumbergs“.

In seinem neuen Buch stellt Christoph Mizelli die schönen Seiten des Traunsteins in den Vordergrund. Foto: @colorama

„Mythos Traunstein“ ist, ebenso wie die dazugehörige Ausstellung im Seeschloss Ort, ein wahrer Publikumsmagnet. Nun legt Christoph Mizelli auf 160 Seiten nach. Er präsentiert den „Stoa“ als Fotomodell in allen erdenklichen Stimmungen, schildert die Reize aller Anstiege und porträtiert die ortstypischen Wildtiere vom Schneehasen bis zum „Bergstutzen“, der schwarzen Kreuzotter.

Der Leser blättert mit ihm durch „Gipfelbuch-Geschichten“, findet etwa einen faszinierenden Eintrag von Arnold Schönberg, der 1907 ins Buch hinein eine musikalische Miniatur komponierte. Aber auch das Leben des Traunstein-Enthusiasten und „Wutbürgers“ Hans Hernler († 1933) wird erzählt. Dieser, ein Gmundner Lederhändler, stand vor Gericht, weil er ständig unerlaubt herumkletterte und gegen die Obrigkeit Gstanzeln sang. Er bewältigte alle bekannten 16 Traunsteinrouten, acht davon als Erstbegehungen.

Platz widmet Mizelli aber auch Kaiser Franz Josefs Abneigung gegen die Errichtung von Traunsteinhütten, einem Zyankali-Selbstmord am „Stoa“, einem frühen Schadenersatzprozess, bei dem ein tödlicher Absturz 1969 dem Steigerhalter angelastet wurde und der heutigen Selfie-Kultur die den Berg vorwiegend als Kulisse zur Selbstdarstellung nützt.

Buchpräsentation

Die Präsentation seines im Colorama-Verlag erschienenenBuches am Samstag, 15. August, um 19.30 Uhr im Stadttheater garniert Mizelli mit einigen alpinen Kurzfilmen.


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