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BEZIRK GMUNDEN. Rund 2.500 Menschen im Bezirk wurden bisher mit dem Corona-Virus diagnostiziert. Um die Epidemie einzudämmen, laufen das Contact-Tracing und die Absonderung Betroffener auf Hochtouren.

Auch für die Mitarbeiter des Roten Kreuzes bedeutet Corona eine enorme Zusatzbelastung. Foto: Rotes Kreuz

Bezirkshauptmann Alois Lanz, Vorsitzender des Krisenstabes im Bezirk, gibt im Gespräch mit den Tips einen Überblick über die Lage: Trotz hoher Fallzahlen laufe das Contact Tracing gut. Die engagierten Mitarbeiter der Behörde, die an sieben Tagen die Woche von 7 bis 22 Uhr im Tracing-Einsatz sind, erhalten mittlerweile Unterstützung durch Bundesheer und AMS.

Auch die PCR-Testtermine bei den Teststationen des Roten Kreuzes können zumeist am nächsten Tag vergeben werden. Aufgrund der angespannten Lage in den Laboren könne es jedoch bis zum Testergebnis etwas dauern. „Wir haben daher jetzt auch Schnelltests im Einsatz. Es braucht dann zwar noch die Bestätigung durch einen PCR, aber die so wichtige Absonderung kann dann schon früher erfolgen“, erklärt Lanz.

Um das Virus einzudämmen, könne auch jeder einzelne aktiv werden: „Ich sage immer: Man soll sich vorstellen, die Person gegenüber hat das Virus – und sich entsprechend verhalten. Wenn das alle tun würden, dann hätten wir gewonnen.“

Angespannte Lage im Salzkammergut Klinkum

Besonders deutlich zeigt sich der Ernst der Lage im Salzkammergut Klinikum: In allen drei Häusern des Klinikums wurden bereits Stationen umgewidmet und mit Covid-19-Patienten belegt, Operationen müssen verschoben werden, beinahe täglich werden mehrere Verstorbene gemeldet. „Wir können derzeit nur Covid-19 Erkrankungen und akute und dringliche andere Krankheitsbilder betreuen. Auch müssen wir die uns anvertrauten Patienten und unser Personal schützen – daher die umfangreichen Schutzmaßnahmen im Krankenhaus und die Besuchsverbote. Hier ersuchen wir um Ihr Verständnis“, so der Ärztliche Leiter des Klinikums, Tilman Königswieser.

Um die Versorgungssicherheit aufrecht erhalten zu können, appelliert er dringend an die Bevölkerung: „Halten Sie die Maßnahmen ein! Reduzieren Sie soziale Kontakte so gut es geht, führen Sie konsequente Händehygiene durch, tragen Sie Mund-Nase-Schutz, halten Sie Abstand –so helfen Sie Ihrem Gesundheitssystem wirksam die Herausforderung der nächsten Woche bewältigen zu können. Schützen Sie sich und Ihr Gegenüber.“ 


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