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LAAKIRCHEN. Trotz Schutzmaßnahmen beobachten die Krötenretter in Laakirchen in den letzten Jahren eine dramatische Abnahme der geretteten Tiere. 

Kröten auf Wanderung (Foto: pixabay)
Kröten auf Wanderung (Foto: pixabay)

„Im Alter von drei bis acht Jahren, wenn die weiblichen Kröten geschlechtsreif sind, wandern sie genau zu dem Gewässer, in dem sie selbst geschlüpft sind, zurück“, erklärt Helmut Nedomlel. Er hat heuer von Horst Marterbauer die Leitung der freiwilligen Krötenschutz-Gruppe in Laakirchen übernommen. Die Tiere legen auf ihrer Reise Strecken bis zu fünf Kilometer zurück, bei einer Geschwindigkeit von rund 600 Metern pro Tag. Die männlichen Kröten lassen sich dabei meist huckepack von den Weibchen tragen. Für die Überquerung einer Straße benötigen Kröten rund 15 Minuten – immer wieder dabei sehr oft von Autos überfahren.

Durch die Errichtung von Krötenzäunen konnten in Laakirchen seit 2014 mehr als 7.000 Amphibien vor dem Straßentod bewahrt werden, so Nedomlel. In den letzten Jahren gehe die Zahl der geretteten Kröten aber dramatisch zurück: „Ein Hauptgrund ist sicher der immer kleiner werdende natürliche Lebensraum und der Einsatz von chemischen Pestiziden, die von den Amphibien über die Haut aufgenommen werden. Viele Feuchtgebiete werden trockengelegt, Teiche und Tümpel werden verfüllt, wodurch viele Laichgewässer verschwinden“, erklärt der engagierte Laakirchner. Auch Siedlungs- und Straßenbau sowie die Intensivierung in der Landwirtschaft verknappen Nahrung und Lebensraum für die Kröten.

Kröten fressen Gelsenlarven und Nacktschnecken

Dabei haben die Tiere in der Natur viele – auch von den Menschen positiv wahrgenommene – Funktionen: „Kröten und Frösche sind wichtige Bestandteile der Nahrungskette, sie fressen Nacktschnecken und die Larven zahlreicher Insekten, wie etwa der Gelsen“, so Nedomlel.


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