Zerbrechliche Kunst, die bei höchsten Temperaturen entsteht
ST. KONRAD. Bis zu 1.150 Grad heiß kann es in St. Konrad werden: Das ist die Temperatur, die die Glasmasse hat, wenn Verena Schatz sie aus dem Glasofen nimmt und zu formen beginnt.

Der Glasofen ist einer der wichtigsten Einrichtungsgegenstände im Glass Maker Space: Vor einem Jahr gründete Verena Schatz diesen Raum – einerseits, um ihre eigenen künstlerischen Arbeiten umzusetzen, aber auch, um ihr handwerkliches Wissen und ihre Begeisterung für das Glasmacherhandwerk weiter zu geben. „Das Arbeiten mit Glas ist in Österreich bei Weitem nicht so verbreitet wie etwa in Skandinavien. Dort gibt es viele Studios, wo man sich zu leistbaren Preisen einmieten oder an Kursen teilnehmen kann“, so die 39-Jährige, die unter anderem in Schweden und Dänemark Glasdesign studiert hat. Ihr innovatives Projekt wurde von Bund, Land und Europäischer Union (LEADER) unterstützt.
Die gebürtige Innsbruckerin selbst bewegt sich in ihrer Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kunst, Handwerk und Design – von der interaktiven Installation zur Skulptur bis hin zum funktionalen Design und Schmuck aus Glas. Ihre Werke sind bei Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. In ihrem Glass Maker Space (Bundesstraße 31) gibt Verena Schatz aber auch die Möglichkeit, ihr beim Glasblasen über die Schulter zu schauen oder selbst mit Glas zu arbeiten. Kurse finden etwa am 25./26. März oder am 15./16. April statt.
Infos: www.glassmaker.space


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