GRÜNAU/SALZBURG. Auf dem Salzburger Kapuzinerberg lebt eine kleine, abgeschottete Gamspopulation. Eine junge Geiß aus dem Cumberland Wildpark Grünau sorgt dort nun für die notwendige „Blutauffrischung“.

Das einjährige Tier wurde unter Leitung von Tierärztin Miriam Wiesner vom Zoo Salzburg zunächst in ein Auswilderungsgehege gebracht, von dem aus es dann in die Freiheit geht. Auf dem Kapuzinerberg wird die junge, noch namenlose Gamsgeiß zunächst ihre Jugend genießen, in zwei Jahren werden die ersten Kitze erwartet.
Geld bekam der Cumberland Wildpark für das Tier übrigens keines. „Wir sind in einem Verbund von Wildparks und Wildgehegen, die sich gegenseitig laufend unterstützen“, sagt Wildpark-Leiter Bernhard Lankmaier.
Die Stadt Salzburg verfügt über rund 1.100 Hektar Wald. Zahlreiche Wildtiere wie Rehe, Dachse, Füchse, Marder und Eichhörnchen, aber auch Vogelarten wie Uhus, Bussarde und viele weitere sind dort zu finden. Weltweit einzigartig, weil mitten in der Stadt beheimatet, sind die rund ein Dutzend Gämsen auf dem Kapuzinerberg. Der Ursprung der Population liegt im Jahr 1948, als sich ein Gamsbock in das Revier verirrte – und eine Geiß zur Gesellschaft erhielt. Die Tiere werden seither von Jägern und Förstern liebevoll betreut.


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