Rotkreuz-“Urgestein“ Gerhard Strassmair verabschiedet sich in Ruhestand

Hits: 410
Daniela Toth Tips Redaktion Daniela Toth, 25.06.2022 14:59 Uhr

VORCHDORF. Nach 39 Jahren beim Roten Kreuz beendet der Vorchdorfer Dienstführende Gerhard Strassmair mit Anfang August seinen Dienst und verabschiedet sich in den Ruhestand. In einem Interview spricht er über die Entwicklung, die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit und die Erfahrungen während seiner Tätigkeit als Dienstführender der Ortsstelle.

Frage:Wie sind Sie zum Roten Kreuz Vorchdorf gekommen?

Gerhard Strassmair: Zum ersten Mal mit dem Roten Kreuz in Kontakt kam ich, als ich selbst Hilfe brauchte. Schon damals hat mich die Tätigkeit und das Engagement der Mitarbeiter beeindruckt. Mit der Ausbildung habe ich im Frühjahr 1983 gestartet, als ein Bekannter meinte, das wäre etwas für mich. Damals unterschied sich die Grundausbildung noch wesentlich mit der von heute, gerade mal ein 16 Stunden Erste-Hilfe-Kurs und ein 32 stündiger Sanitätskurs waren nötig, um als ausgebildeter Sanitäter tätig sein zu dürfen. Seither bin ich nun beim Roten Kreuz in Vorchdorf.

Frage:Wie hat sich das Rote Kreuz Vorchdorf in den letzten Jahren entwickelt und worauf sind Sie besonders stolz?

Strassmair: Zu Beginn meiner Tätigkeit hat sich das Ehrenamt auf das Wochenende beschränkt, wobei es nur ein Rettungsauto gab. Mittlerweile sind es 3 Rettungsautos geworden, eines rund um die Uhr im Einsatz und wir absolvieren ca. 4.000 Ausfahrten pro Jahr. Die Anzahl der Mitarbeiter ist all die Jahre recht konstant geblieben, alleinig das Durchschnittsalter hat sich halbiert.

Besonders stolz bin ich auf den Bau der neuen Dienststelle während meiner Dienstzeit und dass fast alle meine Familienmitglieder beim Roten Kreuz in Vorchdorf tätig sind.

Frage:Wie viele ehrenamtliche Mitarbeiter gibt es beim Roten Kreuz Vorchdorf und was sind die Aufgaben?

Strassmair: Es gibt 120 Mitarbeiter/innen in allen Bereichen, wie Rettungsdienst, Besuchsdienst, Jugendrotkreuz, Ausbildung, Lesecoach, Blutspendedienst, Rufhilfe und Verwaltung.

Frage:Ihr schönstes Erlebnis im Rettungsdienst?

Strassmair: Die Dankbarkeit und Wertschätzung von den Patienten.

Als wir 1989 mit 32 LKW“s mit Hilfsgütern beladen nach Rumänien gefahren sind, um dort den Menschen nach dem Sturz des Diktators zu helfen.

Ein weiteres schönes Erlebnis während meiner Dienstzeit war 2011 die Eröffnung der neuen Dienststelle im Sicherheitszentrum Vorchdorf.

Frage:Was bedeutet für Sie das Rote Kreuz?

Strassmair: Hilfe leisten, Freunde gewinnen, Dankbarkeit erfahren.

Frage:Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Strassmair: Ich wünsche mir, dass sich die Dienststelle positiv weiterentwickelt und die Mitarbeiter/innen den neuen Dienstführenden Stefan Strassmair genauso respektieren und akzeptieren wie mich. Stefan hat nun die Möglichkeit, im Rahmen des Ermessens seine eigenen Ideen umzusetzen, und dabei wünsche ich ihm alles Gute. Ich denke, er wird das bestimmt gut machen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen die Motivation beibehalten und auch in Zukunft die Gemeinschaft pflegen.

 

Die Ortsstelle Vorchdorf bedankt sich bei Gerhard Strassmair „für deine tolle Arbeit als Dienstführender, für deinen unermüdlichen Einsatz im Rettungsdienst, und für dein immer offenes Ohr bezüglich sämtlicher Anliegen seitens der Mitarbeiter oder Patienten“.

Interessenten für den Rettungsdienst sind jederzeit herzlich willkommen und können sich telefonisch unter der Nummer 07614/7012 melden.

Kommentar verfassen



Märchen und Singen

BAD GOISERN. Mit einem Hornstoß beginnt am Sonntag, 28. August, um 11 Uhr am Marktplatz eine Märchenwanderung mit Helmut Wittmann zum Holzknechtmuseum.

Frau Luna für Kinder

BAD ISCHL. Einmal selber ein Orchester dirigieren, mitsingen und tanzen, Regie bei den Sängern führen und viel über die wunderbare Welt des Musiktheaters erfahren: Die Darsteller und das Orchester des ...

Hochamt der Philatelie in Gmunden

GMUNDEN. Vom 26. bis 28. August ist das Toscana Congress quasi Kathedrale für ein Hochamt, das Briefmarken- und Münzensammler aus dem In- und Ausland feiern: die „phila Toscana 22“.

Kinder schnupperten in der Welt des Krippenschnitzens

ALTMÜNSTER. Im Rahmen des Ferienprogrammes der Gemeinde Altmünster veranstalteten die Krippenfreunde-Salzkammergut auch heuer wieder Schnitznachmittage für Kinder.

Testlauf für Fahrverbot an der Esplanade am Sonntag, 28. 8.

GMUNDEN. Ganz Gmunden, vor allem aber die Anrainer der Esplanade, leiden unter dem Ansturm an motorisiertem Individualverkehr, den die Stadt an Ausflugstagen erlebt. Anstatt die Umfahrung zu nützen, ...

Buch über den Fall Helmut S.

GMUNDEN. Neun Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Gmundnerin kämpft jener Mann, der wegen Mordes verurteilt wurde, um die Wiederaufnahme seines Verfahrens. Publizist Norbert Blaichinger sieht rund zum ...

Krisensicher, auch für Nachbargemeinden: die Gmundner Wasserversorgung

GMUNDEN. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit haben einige Gemeinden im Salzkammergut schon zum Wassersparen aufgerufen. „Wasser ist kostbar und sollte man damit immer sorgsam umgehen“, sagt Gmundens ...

Viele Gratulationen zum 102. Geburtstag für Elisabeth Heizinger

GMUNDEN. Über viele Glückwünsche zu Ihrem 102. Geburtstag durfte sich Frau Elisabeth Heizinger freuen.