Papierkunst, Licht & Natur: Auftakt von Light&Paper am Almsee
GRÜNAU. Faszinieren und auch ein wenig verzaubern ließen sich vergangenen Freitag die Besucher*innen der ersten Station von Light&Paper am Almsee. In beeindruckender Naturkulisse wurden bei diesem von Österreichischem Papiermachermuseum Steyrermühl und Otelo eGen initiierten und aus LEADER-Mitteln geförderten Kunstprojekt fünf von den Künstlerinnen Petra Kodym, Ingeborg Rauss, Verena Schatz, Sylvia Vorwagner und Heidi Zednik gestaltete Lichtskulpturen am Almsee schwimmend, präsentiert.

Zunächst noch in der Dämmerung, dann im Dunkel des frühen Abends erzeugten die Lichtobjekte, die auf Salzkammergut-Zillen nachempfundenen Plattformen platziert waren, eine eindrucksvolle Atmosphäre. „Der Blick auf das Dunkel des Wassers, das durch die erleuchteten Skulpturen unterbrochen wird, hat mich berührt. Man hat gemerkt, dass sich die Leute entspannen und ruhig werden, auch die Kinder.“, erzählt eine Besucherin.
Zum Innehalten inmitten schöner Naturkulisse und dem Genuss eines besonderen Augenblicks möchte das als Slow-Kultur inszenierte Light&Paper-Event einladen. „Ruhe finden und ganz im Moment sein, das wird immer schwerer. Wir sind umgeben von Stress und Alltagspflichten, von einem Zuviel an Informationen und Reizen. Mit Light&Paper möchten wir ganz bewusst einen Moment der Stille schaffen“, erzählt Projektleiterin Maria Rockvam.
Faszinierend ist auch die künstlerisch-vielfältige Gestaltung der Lichtskulpturen: Aus japanischem Washi-Papier gefertigt, zwischen 90 Zentimeter und 1.20 Meter hoch, ließ jede Künstlerin ganz persönliche Inspirationen einfließen: So legte Glaskünstlerin Verena Schatz besonderen Fokus auf Lichtreflexionen im Zusammenspiel von Papier, Wasser und Glas. Heidi Zednik ließ sich von Wellen und der manchmal auch unberechenbaren Kraft von Wasser inspirieren. Das Lichtobjekt „Daumen hoch, blubb“ der bildenden Künstlerin Petra Kodym transportiert mit Augenzwinkern gesellschaftskritischen Subtext und regt zum Nachdenken an. Von kunstvollen Salzkammergut-Glöcklerkappen und der beeindruckenden Naturkulisse des Alpenvorlands und Salzkammerguts zeigen sich Sylvia Vorwagner und Ingeborg Rauss bei der Gestaltung ihrer Lichtskulpturen fasziniert.
„Bei Light&Paper wird Papier in einem eher ungewöhnlichen Kontext präsentiert, bringt aber Vieles zusammen, was für das Papiermachermuseum wichtig ist: Zeitgenössische Papierkunst und Kulturgenuss.“, freut sich Petra Hofer, Geschäftsführerin des Österreichischen Papiermachermuseums Steyrermühl über den gelungenen Auftakt der Light&Paper-Veranstaltungsreihe, die kommende Woche, am Freitag, 14. Oktober im Toscanapark in Gmunden und am 21. Oktober bei der Traun, beim ALFA/Papiermachermuseum Steyrermühl (jeweils von 18:30-20:30 Uhr) in die nächste Runde geht.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden