Gemeinsam für eine saubere Umwelt
BEZIRK GMUNDEN. Es ist nicht nur unansehnlich, sondern auch für Nutz- und Wildtiere gefährlich: aus dem fahrenden Auto geworfener Müll neben dem Fahrbahnrand. Die Bauern sind die Hauptbetroffenen und haben besseres zu tun, als den Müll einiger weniger Personen aufzusammeln.

Der Herbstanbau auf den Feldern ist in manchen Gegenden bereits abgeschlossen. Doch einfach schnell mit dem Traktor auf den Acker zu fahren und das Wintergetreide zu säen ist für etliche Bauern mit Hindernissen versehen. „Ich habe Teile meiner Felder und Wiesen neben einer stark befahrenen Straße. Mit der Verschmutzung wird es immer schlimmer. Vor allem in den vergangenen Jahren verschärfte sich dieses Problem. Mittlerweile brauche ich einen großen Müllsack zum Mülleinsammeln. Erst danach kann ich meine Arbeit auf dem Acker durchführen“, so Christine Bramberger und ergänzt: „Ich will meinen Grund und Boden der nächsten Generation gut übergeben und da will ich einfach nicht, dass sich Dosen und Plastikflaschen in der Erde befinden. Außerdem kann das Grünlandfutter oftmals nicht verfüttert werden, da es scharfkantige Plastik- und Dosenteile enthält und so die Gesundheit der Nutztiere gefährdet“.
Jungbauernschaft kämpft gegen Vermüllung
Auch den Jungbauern im OÖ Bauernbund ist dieses Thema absolut nicht egal. Bereits zwei Kampagnen hat die Jungbauernschaft zu diesem Thema erfolgreich durchgeführt. Die letzte oberösterreichweite Aktion mit hunderten plakativen Schildern an den Straßenrändern unter dem Motto „Sei kein Schwein! Müll gehört in die Tonne rein“ soll Umweltsünder wachrütteln und sie zum Nachdenken bewegen.
Oberösterreichisches Abfallwirtschaftsgesetz stellt Vermüllung unter Strafe
Der Paragraf 25 „Strafbestimmungen“ im OÖ Abfallwirtschaftsgesetz wurde mit Juni 2021 novelliert. Mit der Novellierung kann künftig das achtlose Wegwerfen von Müll bestraft werden. Gemeinden können dabei entscheiden, ob und welche Personen sie mit der Kontrolle betrauen. „Es ist gut, dass es nun die Möglichkeit gibt Müllsünder zu bestrafen. Damit ist den Bauern und unserer schönen Natur geholfen“, so Bezirksbäuerin Bettina Zopf.


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