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BEZIRK GMUNDEN. Vom „Sterben“ der Innenstädte ist in vielen Regionen zu hören. Die Gemeinden der Stadtregion Gmunden wollen gemeinsam gegen diesen Trend aktiv werden.

Marktplatz (Foto: Tóth)
Marktplatz (Foto: Tóth)

Leerstände in den Zentren zu vermeiden und mehr Leben in die Ortskerne zu bringen: Das ist schon länger das gemeinsame Ziel der neun Gemeinden Altmünster, Gschwandt, Gmunden, Kirchham, Laakirchen, Ohlsdorf, Pinsdorf, Traunkirchen und Vorchdorf.

Hohes Potenzial für Gastronomie

Nun legte ein von der Stadtregion gemeinsam beauftragtes Expertengremium (Rosinak & Partner und RegioPlan Consulting) einen Masterplan vor. Die Erkenntnisse sollen in Folge in den jeweiligen Gemeindegremien diskutiert werden. Für verstärkten Gesprächsbedarf bereits bei der ersten Präsentation sorgte die Tatsache, dass keine zusätzlichen Handelsflächen mehr ausgewiesen werden sollen und die Konzentration des stationären Handels auf den Salzkammergut Einkaufspark (SEP) sowie die Gmundner (Kern-)Innenstadt beschränkt werden sollen.

Die Beraterfirmen raten dazu, bereits bestehenden Leerstand außerhalb der Handelszonen umzunutzen etwa in Gastronomiebetriebe, Grätzl-Hotels oder auch Kunst-Ateliers. Auch bei handelsnahem Dienstleistungen sei der Bedarf bereits gedeckt. Sehr hohes Potenzial wurde hingegen der Gastronomie zugeschrieben und zwar sowohl im Stadtzentrum von Gmunden als auch in den Ortskernen der Umlandgemeinden.

Für sogenannte „Schlüsselliegenschaften“, leerstehende Gebäude, die eine entscheidende Rolle bei der Ortskernbelebung spielen, wurden zudem eigene Nutzungskonzepte entwickelt, die den Eigentümern vorgestellt werden.

Angenehmer Aufenthalt als Schlüsselfaktor

Neben einer Analyse der gesamten Stadtregion wurden auch die einzelnen Gemeinden genauer unter die Lupe genommen. Die wesentlichen Erkenntnisse: Das KFZ-Verkehrsaufkommen ist in vielen Ortskernen hoch, zentrale Bereiche werden oft als Parkplatz genutzt, große Teile sind versiegelt und nicht beschattet oder begrünt.

Hier bestehe Handlungsbedarf: Verkehrsberuhigende und gestalterische Maßnahmen sollen den Aufenthalt angenehmer machen. Denn eine Leerstandsaktivierung sei nur in Kombination mit einer hohen Aufenthaltsqualität möglich, so die Experten.

Mehr Grün, mehr Schatten

Für die zentralen Plätze in der Gmundner Innenstadt empfehlen sie unter anderem eine Teilentsiegelung sowie mehr Beschattung. Zudem sollte mehr Schanigartenfläche angeboten und die Geschichte von Gmunden im Stadtbild verankert werden etwa durch regionale Anbieter von Salz oder Keramik. Andere Gemeinden wie etwa Kirchham, könnten mit Grätzloasen oder Grünelementen mehr Wohnqualität in die Zentren bringen.


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