Das perfekte Fetzengesicht
EBENSEE. Beim vollständigen Fetzenoutfit darf freilich eine geschnitzte Holzmaske nicht fehlen. Rupert Dygruber aus Ebensee schnitzt die phantasievollen Holzlarven.

Die Maskenschnitzer der Salinengemeinde Ebensee haben derzeit alle Hände voll zu tun. Klar, denn am Rosenmontag findet der weitum bekannte Fetzenzug in der Traunseegemeinde statt. Zur traditionellen Ausstattung eines Ebenseer Fetzens zählt neben dem Gewand, dem Hut und dem Regenschirm (Parapluie) eine handgeschnitzte Fetzenmaske, auch Larve genannt.
Knapp zwei Tage Arbeitszeit, einiges an Muskelkraft und eine ordentliche Portion Kreativität nimmt eine aus Kiefernholz geschnitzte Fetzenmaske in Anspruch. Dabei wird auch Einfallsreichtum und handwerkliches Geschick benötigt, um verschiedene Gesichtszüge zu schnitzen. Der pensionierte Volksschullehrer und Hobbyschnitzer Rupert Dygruber zieht sich in diesen Tagen immer wieder in seine gemütliche Werkstatt zurück, um solch fantasievolle Holzlarven für den Fetzenzug herzustellen. „Eigentlich schnitze ich nur lachende Larven, denn der Fasching bei uns in Ebensee ist eine lustige Angelegenheit. Augen und Mund der Fetzenlarve spielen dabei eine besondere, lachende Rolle“, verrät der überzeugte Vertreter des heimischen Brauchtums.
Wurde die Larve an das Gesicht des künftigen Trägers angepasst, kann der Fetzenzug losgehen.


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