Wetterrückblick: Auch der Februar war viel zu mild
BEZIRKE GMUNDEN/VÖCKLABRUCK. Meteorologe Christian Brandstätter von der METEO-data GmbH – Seewalchen blickt auf den vergangenen Monat zurück: Im Salzkammergut war der Februar heuer bei einer mittleren Temperatur von +2,7 Grad um rund zwei Grad zu warm. Allerdings könnte es in den kommenden Wochen auch noch einmal richtig kalt werden, so Brandstätter.

Viele haben heuer das „Winterfeeling“ vermisst, in der ersten Monatshälfte war es nur in höheren Lagen gelegentlich weiß. Zuletzt erinnerte jedoch eine Kaltluftströmung aus dem Osten daran, dass es für den Frühling doch noch etwas zu früh ist.
Beim Schnee betrugen die Neuschneemengen zehn bis 70 Zentimeter, am 2. und 3. Februar fielen in Seewalchen 20 Zentimeter Neuschnee, am Feuerkogel rund 70 Zentimeter.
Teils frühlingshafte Temperaturen
An manchen Februar-Tagen wähnte man sich im Salzkammergut schon beinahe im Frühling: So wurden in Altmünster 15,8 Grad gemessen, in Seewalchen 16,1, in Mondsee 16,6, und in St. Wolfgang 16,9 Grad. Die Tiefstwerte erreichten in Vöcklabruck -8,9 Grad, in Bad Goisern -9,0, in Unterach -6,6 und am Feuerkogel -12,1 Grad.
Weder Hochwinterphase noch Wintersturm
Der Februar sei eher unspektakulär verlaufen, es habe weder eine richtige Hochwinterphase, noch einen markanten Wintersturm gegeben, bilanziert Brandstätter. Lediglich zu Monatsbeginn sorgte eine Nordwestwetterlage für Sturmböen bis 80 km/h, örtlich bis 90 km/h.
Niederschlagsmengen und Sonnenstunden im Normalbereich
Zumeist bewegten sich die Niederschlagsmengen im Normalbereich, regional gab es aber große Unterschiede: So fielen in Seewalchen insgesamt 89 Millimeter Niederschlag. Das sind etwa 60 Prozent mehr als im langjährigen Mittel, der Großteil des Niederschlages (52 Millimeter) entfiel dabei auf den 2. Februar. Bei den Sonnenstunden lag man mit etwa 80 in vielen Regionen im Normalbereich für die Jahreszeit.
Kalte Luft und Schnee bis März möglich
Aktuell ist aufgrund der Westwetterlagen der Polarwirbel völlig zusammen gebrochen, so Meteorologe Christian Brandstätter in seiner Analyse. Es bestehe damit „durchaus die Möglichkeit, dass uns nochmal richtig kalte Luft aus Norden erreichen kann, mit Schnee bis ins Flachland im März.“


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