Jahr für Jahr brauchen mehr Menschen die Hilfe der Bergrettung
GRÜNAU/BEZIRK GMUNDEN. Die Oberösterreichische Bergrettung zog bei ihrer Landesversammlung in Grünau Bilanz über das abgelaufene Einsatzjahr.

Dass die Arbeit der Bergretter immer wichtiger wird, zeigt sich schon allein daran, dass immer mehr Menschen aus Oberösterreichs Bergen gerettet werden müssen. Bei der Versammlung der Bergretter in Grünau zeigte sich, dass sich diese Zahl innerhalb von zehn Jahren verdoppelt hat: Von 300 Geborgenen im Jahr 2013 auf 586 im vergangenen Jahr. Zwei Drittel der Geretteten waren Österreicher, ein Sechstel kam aus Deutschland und ein Zehntel aus Tschechien. Von den geborgenen Bergsportlern waren ein Drittel unverletzt und knapp zwei Drittel verletzt. Zwölf Personen konnten im Vorjahr nur mehr tot geborgen werden.
Stürze und Ausrutschen als Hauptunfallursache
Als Unfallursache Nummer eins gilt das Stürzen, Ausrutschen und Abgleiten: Sie sind für mehr als die Hälfte der Unfälle verantwortlich. Es folgen Ursachen wie Verirren und medizinische Notfälle. Am unteren Ende der Unfallursachen liegen Steinschlag Lawine und Spaltenstürze.
Einsatzzentralen und Fahrzeuge
Positiv erwähnt wurde der kontinuierliche Austausch von Einsatzfahrzeugen, der mit der Unterstützung der Gemeinden und des Landes OÖ möglich ist: Die Ortsstelle Gmunden hat einen neuen zusätzlichen Einsatzbus erhalten, für Gosau wurde ein Quad für das umfangreiche Forststraßennetz angeschafft. Positiv erwähnt wurde auch der Spatenstich für die neue Einsatzzentrale in Ulrichsberg.
Die Arbeit der freiwilligen Retter besser absichern
Erwähnung fand auch das Freiwilligenmanifest der oberösterreichischen Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen. Ziel ist die Absicherung und Unterstützung der freiwillig in Rettungsorganisationen tätigen Menschen. Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich soll damit die Bedeutung und Sinnhaftigkeit des Ehrenamtes sichtbar gemacht werden. Denn, so wurde betont: Ohne die engagierten Menschen wären die freiwilligen Rettungsorganisationen nicht in der Lage, die Sicherheit zu gewährleisten.
Immer mehr Einsätze bei Waldbränden
Die Zahl der Waldbrände hat in den vergangenen Jahren zugenommen – vor allem auch in den gebirgigen Lagen. Die Bergrettung will hier verstärkt mit dem Landesfeuerwehrverband zusammenarbeiten. So sollen die jeweiligen Stärken der beiden Einsatzorganisationen noch stärker verknüpft werden. Die Umsetzung dieser gemeinsamen Waldbrandeinsatztaktik ist auch eines der für heuer angestrebten Ziele der Bergrettung OÖ.


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