Ausstellung: Jagd erlebt Renaissanse
BAD ISCHL. Die Ausstellung „Wir jagen … im Salzkammergut“ findet vom Samstag, 13. Mai, bis Dienstag, 31. Oktober, im Marmorschlössl Bad Ischl statt. Am 13. Mai findet von 10 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür mit Führungen und Musik von den Hubertusbläsern der Jagdgesellschaft Laakirchen.

Schon in der Antike stand Artemis als Göttin der Jagd mit Pfeil und Bogen Jägern und Tieren schützend zur Seite. Trotzdem war das Jagdwesen jahrhundertelang eine Männerdomäne. Bis jetzt, denn in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Anzahl der Jägerinnen in Österreich nahezu verdoppelt.
Es sei vor allem den jagdbegeisterten Influencerinnen zu verdanken, dass die Jagd unter jungen Frauen Konjunktur hat. Hier entdeckt eine neue Generation eine traditionelle Kulturtechnik und pflegt ein wertvolles Brauchtum – und prägt ein modernes Verständnis der Jagd, das Naturschutz, Artenschutz und Wildpflege als Lifestyle entdeckt hat. Damit tragen die jungen Frauen die Anliegen der Jägerschaft weiter, die mit Respekt und im Einklang mit der Natur Wildökologie und Biodiversität betreiben.
Die Ausstellung „Wir jagen … im Salzkammergut“ gibt einen Überblick über die Geschichte der Jagd in der Region, von Jagdritualen über Jagdkleidung bis zu Jagdmusik. Neben den kunstvollen Tierfiguren der Ebenseer Bildhauerfamilie Heissl, die schon für den Kaiser prächtige 12-Ender aus Holz geschnitzt hat, sind alte Jagdwaffen, wie Radschlossgewehre aus der Renaissance zu sehen. In einer Waldszenerie kann man wie vor 100 Jahren Wildtiere beobachten und in einem Schießkino haben Interessierte die Möglichkeit, erste Jagdversuche zu unternehmen.
Der Eintritt beim Tag der Offenen Tür ist frei.


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