78. KZ Befreiungsfeier Ebensee
EBENSEE. Auf den Tag genau 78 Jahre nach der Befreiung des KZ Nebenlagers Ebensee am 6. Mai 1945 durch amerikanische Truppen unter Kommandant Timothy Brennan, fand bei der KZ Gedenkstätte die diesjährige Gedenkfeier statt.

Die Ebenseer Bürgermeisterin Sabine Promberger und die Leiterin des Mauthausen Memorials, Barbara Glück sprachen Worte des Gedenkens.
Ron Manheim, Sohn des Ebensee-Überlebenden Simon Manheim, skizzierte in einer bewegenden Ansprache das Leben seines Vaters. „Es war eine Hölle, nun bin ich glücklich, dass ich wieder bei euch sein kann. Es ist wie im Paradies!“, waren die Worte des Vaters Simon Manheim nach der Rückkehr aus dem KZ Ebensee zu seiner Familie.
Auch Claude Simon, Präsident Amicale de Mauthausen, und Gabriele Alberti, Präsident Aned Prato, erinnerten an die Opfer des Naziregimes und mahnten „Niemals vergessen!“ ein.
Angesichts des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine wurde die Gedenkfeier auch zum Appell, diesen ungerechten Krieg und die Verletzungen des Völkerrechtes sofort zu Beenden.
„Wir erinnern an dieser Gedenkfeier an alle Opfer, auch an jene aus der ehemaligen Sowjetunion“, stellte Wolfgang Quatember, Leiter der KZ Gedenkstätte Ebensee und des Zeitgeschichte Museums Ebensee, klar.“ Gleichzeitig verurteilen wir den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.“
Neben zahlreichen Ehrengästen nahmen viele Jugendliche, besonders aus Italien und aus der Partnerstadt Prato, an der diesjährigen Befreiungsfeier teil.
Musikalisch wurde die Gedenkfeier vom Ensemble „Sonderschicht“ gestaltet, das jüdische Totengebet Kaddish sprach Abraham Rajber, Sohn des Ebensee-Überlebenden Berek Rajber.
Den Schlusssegen spendete der Ebenseer Pfarrer Alois Rockenschaub.
von Reinhard Hörmandinger


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