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GOSAU. Silke Reisenauer sendete der Tips-Redaktion einen Leserbrief zum Thema „Die Zukunft des Kindergartens“ bezüglich des neuen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes in Oberösterreich.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

Die Bildung in der frühen Kindheit hat nicht nur einen positiven Effekt auf die soziale, kognitive und emotionale Entwicklung von Kindern, sondern steht auch in engem Zusammenhang mit besseren Chancen im weiteren Lebensverlauf. Die Neuerungen des OÖ Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes, welche am 1. September in Kraft treten sollen, umfassen die politische Lösung zur ,,spürbaren Verbesserung‘‘ der Arbeitsverhältnisse in den Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen Landes. Diese stoßen uns Pädagogen jedoch zu Recht sauer auf. Aufgrund des Fachkräftemangels sehen diese Neuerungen vor, dass pädagogische Fachkräfte künftig durch Personen mit „Ausbildungen pädagogischer Grundausrichtung“ ersetzt werden können. Fallen sowohl Elementarpädagogen als auch Personen mit einer ,,pädagogischen Grundausrichtung‘‘ in ein- und dasselbe Dienst- und Besoldungsrecht, sehen wir darin einen Affront gegen alle Elementarpädagogen – kein Anreiz, überhaupt eine fundierte Ausbildung zu absolvieren. Vor allem in der frühkindlichen Bildung müssen alle Personen bestens ausgebildet sein – der Fachkräftemangel sollte nicht durch ungeschultes Personal abgefedert werden und darf sich auf keinen Fall als Dauerlösung einschleichen.

von Silke Reisenauer aus Gosau

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