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Wolfsdebatte: Weiteres Schaf mit Bisswunden entdeckt

Daniela Toth, 29.08.2023 09:34

DACHSTEINGEBIET. Vor rund einer Woche, am 21. August, hat das Land Oberösterreich jenen Wolf zum Abschuss freigegeben, der im Dachsteingebiet schon mehrere Schafe gerissen und andere verletzt hat. Nun wurde erneut ein Tier mit Bisswunden entdeckt. Mehrere Almbauern haben sich für einen vorzeitigen Almabtrieb entschieden. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger betont die Notwendigkeit der Wolfsmanagementverordnung.

Ein Wolf sorgt weiterhin für Unruhe im Dachsteingebiet. (Foto: DENNIS WACHTEL FOTOGRAFIE / Adobe Stock)

In den vergangenen Wochen wurden auf den Almen im Dachsteingebiet laut einer ersten Bilanz neun tote und zwei verletzte Schafe gezählt, 25 Schafe und eine Kalbin sind als abgängig gemeldet. Nach der Feststellung, dass es sich um Wolfsrisse handelt, wurde die „Entnahme“, also der Abschuss des Wolfes, im Rahmen der oö. Wolfsmanagementverordnung genehmigt.

Bauern bringen ihre Tiere vorzeitig ins Tal

Am vergangenen Wochenende wurde nun erneut ein Schaf mit Bisswunden entdeckt. Der Wolf selbst wurde bereits mehrmals durch Wildkameras auf der steirischen Seite des Dachsteins gesichtet, wo jedoch die oberösterreichische Wolfverordnung nicht gültig ist.

Laut Angaben der Almbauern suchen ihre Tiere derzeit vermehrt den Schutz von Menschen. Aktuell befinden sich nur noch 400 anstatt 600 Tiere in der Region, da viele Almbauern den Almabtrieb aus Sicherheitsgründen vorverlegt haben.

„Zeigt Notwendigkeit der Wolfsmanagementverordnung“

In einer Aussendung betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) die „große Notwendigkeit unserer Wolfsmanagementverordnung“. Durch den vorzeitigen Abtrieb sei auch der Bestand der Almen gefährdet, die ohne die Beweidung verbuschen und verholzen würden. Sie werde auch in Zukunft „vehement für den Fortbestand unserer Almen kämpfen“, so Langer-Weninger.


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