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ALMTAL. Der Start hätte für den Kasberg kaum besser laufen können: Schon jetzt wurden doppelt so viele Saisonkarten verkauft wie im Vorjahr. In dem vor wenigen Monaten aus der Konkursmasse heraus gepachteten Winterskigebiet will man heuer eine schwarze Null erreichen.

Maskottchen Bruno konnte am ersten Wochenende rund 1.650 Besucher auf dem Kasberg begrüßen, noch mehr waren es beim Skiopening. (Foto: Marion Hörmandinger)

Johann Drack zeigt sich zufrieden: „Wir haben bis jetzt über 1.000 reine Saisonkarten verkauft – doppelt so viele wie im Vorjahr. Mit den Spezialkarten sind es sogar rund 1.500.“ Gemeinsam mit Fritz Drack, Ralf Gaffga und dem Förderverein Lebenswertes Almtal hat Johann Drack das Skigebiet Kasberg nach der Konkurseröffnung vor wenigen Monaten gepachtet. Das Ziel der Aktion formuliert Fritz Drack, Sohn des legendären Skigebietsmitbegründers, so: „Der Kasberg soll Geschichte schreiben und nicht Geschichte sein.“

Schaffen will man das unter anderem mit Blick auf den Preis: „Bei uns gibt es, anders als in vielen anderen Gebieten, keine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr“, versichert Johann Drack.

Zudem locken kostengünstige Angebote wie eine Saisonkarte für „unter der Woche“ oder eine für Tourengeher, die täglich drei Liftfahrten inkludiert. Eltern bekommen weiterhin zu ihrer Saisonkarte kostenlos eine weitere für ihr Kind bis 15 Jahre.

Schon zum Start gut besucht

Am ersten Skiwochenende zählte man 1.650 Gäste, beim Ski-Opening am vergangenen Wochenende waren es noch mehr. „Wenn das Wetter passt – und die Prognosen sind sehr gut –, dann rechnen wir zum Ende der Weihnachtsferien mit 30.000 bis 40.000 Besuchern. Für einen kostendeckenden Betrieb brauchen wir bis Saisonende 100.000 bis 120.000. Das ist realistisch“, erklärt Johann Drack. Immerhin habe es in der Vergangenheit auch schon Jahre mit 160.000 Gästen gegeben.

Busse ermöglichen kostenlose Anreise

Ein wichtiger Schritt zur besseren Erreichbarkeit gelang mit der jüngsten Fahrplanumstellung des OÖVV und der Verbesserung der Linie 533 (Gmunden – St. Konrad – Scharnstein – Grünau): Durch eine Abstimmung mit der Linie 534 ist der Kasberg nun noch besser öffentlich erreichbar. Auch die Anbindung der Busverbindungen an die Almtalbahn wurde optimiert. Insgesamt bietet die Strecke von Montag bis Sonntag zumindest einen Zwei-Stunden-Takt, auch „Halbtagesskifahrer“ sollen auf ihre Kosten kommen. Ein besonderes Zuckerl: Ebenso wie beim Kasberg Winter Shuttle, das von Laakirchen über Kirchham, Gmunden und St. Konrad nach Scharnstein und weiter nach Grünau fährt, werden Wintersportler hier gratis zum Berg gebracht.


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