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SCHARNSTEIN. Anfang 2020 brach Sandra Zeilinger von Scharnstein aus zu einer Weltreise auf – mit offenem Ziel, getrieben vom Wunsch, „etwas zu finden“. Mittlerweile ist das Reisen zu ihrem Lebensstil geworden. Aktuell steht sie vor ihrer „bisher größten Herausforderung“.

  1 / 3   Sandra Zeilinger hat auf ihrer Reise auch eine Ausbildung zur Eis-Bademeisterin absolviert. (Foto: Zeilinger)

„Lieber etwas riskieren, als ewig zu bereuen, es nie getan zu haben.“ Diese Erkenntnis hat für Sandra Zeilinger alles verändert. Die Almtalerin gab mit damals 27 Jahren Auto, Job und Wohnung auf und stürzte sich in das Abenteuer Weltreise: Mit einem One-Way-Ticket und einem 14 Kilo schweren Rucksack ging es für die Mechatronikerin zunächst nach Tansania, wo sie neun Monate verbrachte und im Dorf Kibwigwa in einer Schule mithalf. Auch die in der Zwischenzeit ausgebrochene Corona-Pandemie konnte sie nicht in ihrem Vorhaben stoppen.

Von Tansania über Lappland nach Amerika

Bei einem kurzen Heimaturlaub deckte sie sich mit wärmerer Kleidung ein – denn nun ging es ins schwedische Lappland. In der Nähe von Jokkmokk kümmerte sich Sandra Zeilinger mit einer deutschen Hundepsychologin um 20 Schlittenhunde. Ein halbes Jahr später, im Frühjahr 2021, brach die Weltreisende nach Ecuador auf, wo sie längere Zeit verbrachte, weiter ging es nach Mexiko und in die Vereinigten Staaten.

Atembegleiterin und Eis-Bademeisterin

Zuletzt war Sandra Zeilinger 14 Monate lang in einem Retreatcenter in Belgien als Gesundheitsberaterin tätig – die Ausbildung dazu absolvierte sie online während ihrer Reisen. In Belgien kamen noch zwei weitere Ausbildungen dazu: als Atemarbeitsbegleiterin zur Auflösung von Spannungen und Traumata – und als Eis-Bademeisterin.

Zehn Tage in einem Dark Room auf Bali

Wenn sie im Sommer – vorübergehend – wieder im Almtal Station macht, möchte Sandra Zeilinger als Atemarbeitsbegleiterin arbeiten. Zuvor will sie diese Ausbildung aber noch in Sri Lanka anbieten, wo sie den ganzen April über leben wird. Dort erwartet die Almtalerin auch ihre „bisher größte Herausforderung“, wie die Weitgereiste meint: Sandra Zeilinger stellt sich auf Bali einem Dark Retreat – zehn Tage in einem stockfinsteren Raum in Stille und Isolation, ohne jede Ablenkung. Warum sie das macht? „Kurz gesagt, um die Erfahrung zu machen, dass es alleine an mir liegt, wie ich mich fühle, und dass meine Gedanken mein Leben in der Hand haben“, so Zeilinger.

Dankbarkeit für kleine Dinge

Gefragt nach dem, was sie auf ihren Reisen gelernt hat, meint Sandra Zeilinger: „Mir ist es besonders wichtig, täglich bewusst achtsam mit meinem Leben umzugehen, dankbar für die kleinen Dinge zu sein.“ Durch einen Fall in ihrer Familie sei ihr wieder bewusst geworden, wie sehr Gesundheit im Mittelpunkt ihres Lebens stehe. Ihr Ziel sei es daher, „Menschen wachzurütteln, dass wir wirklich jetzt leben. Ich helfe, unterstütze, motiviere und inspiriere, aus der Komfortzonen zu kommen. Mehr Leben ins Leben zu bringen.“


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