Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

EBENSEE. Angelika Lahnsteiner, Molekularbiologin an der Universität Salzburg erhielt den Ars Docendi Staatspreis 2024 für exzellente Lehre an Österreichs Hochschulen. Der Preis wird in fünf Kategorien vergeben und ist mit je 7.000 Euro dotiert. 2024 wurden 171 Projekte eingereicht und 406 Personen nominiert.

Angelika Lahnsteiner (Foto: BMBWF/Sebastian Judtmann)
Angelika Lahnsteiner (Foto: BMBWF/Sebastian Judtmann)

Angelika Lahnsteiner wurde als einzige Einzelpreisträgerin in der Kategorie „Lernergebnisorientierte Prüfungs- und Lehrkultur“ für ihre Vorlesung „Epigenetik“ ausgezeichnet. Die Ehrung fand durch den Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Martin Polaschek, statt.

Lahnsteiner ist PostDoc an der Paris Lodron Universität Salzburg im Fachbereich Biowissenschaften und Medizinische Biologie, in der Arbeitsgruppe für Krebs-(Epi-) Genetik. Ihr Doktorat absolvierte sie am Institut für Biophysik an der Johannes Kepler Universität Linz.

 Welche Auswirkungen hat der Stress?

In ihrer Vorlesung vermittelt die Wissenschaftlerin ihren Studierenden grundlegende Konzepte und betont dabei immer die Alltagsrelevanz. Welche Auswirkungen haben chronischer Stress, Schlafmangel oder Alkoholkonsum auf unsere Zellen, und wie verändern diese Faktoren das Muster der Gen-Transkription? Wie reagieren Pflanzen auf Trockenstress, und welche epigenetischen Veränderungen verursacht die Klimakrise in der Pflanzen- und Tierwelt? „Es ist faszinierend, dass jede unserer Zellen die gleiche genetische Information enthält und dennoch Hunderte unterschiedliche Zelltypen entstehen. Diese komplexe Koordination der Genexpression, also das Ablesen der Gene zur richtigen Zeit und nur in bestimmten Zelltypen, wird von epigenetischen Prozessen gesteuert. Besonders der Einfluss unserer Umwelt auf diese Mechanismen steht im Zentrum meiner Forschung“, erklärt die in Ebensee lebende Molekularbiologin.

Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt vom methodischen Lehransatz der Preisträgerin, der es hervorragend schafft, bereits erlerntes Wissen zu festigen und mit neuen Inhalten zu verknüpfen. In ihrer Begründung betonte die Jury, dass eine moderne Vorlesungskultur nicht nur in der erfolgreichen Wissensvermittlung besteht, sondern auch in der Fähigkeit, Studierende in einem Überfluss an Informationen zu orientieren, die Bedeutung von Wissen aufzuzeigen und die Lehrinhalte innerhalb des Studiums miteinander zu vernetzen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Neuer Vorstand will Schülern im Bezirk Gmunden mehr Gehör verschaffen

Neuer Vorstand will Schülern im Bezirk Gmunden mehr Gehör verschaffen

GMUNDEN. Mit neuen Ideen und einem frisch gewählten Vorstand startet die Union Höherer Schüler (UHS) im Bezirk Gmunden ins Schuljahr. Im Mittelpunkt ...

Tips - total regionalThomas Leitner
St. Konrader zeigt sich im neuen Jungbauernkalender 2027

St. Konrader zeigt sich im neuen Jungbauernkalender 2027

ST. KONRAD. Normalerweise arbeitet Christian Kronberger aus St. Konrad mit Maschinen und kümmert sich um die Kühe am elterlichen Bauernhof. ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Konzert im Liegen in Pinsdorf

Konzert im Liegen in Pinsdorf

PINSDORF. Ein Konzert, das man nicht im Sitzen, sondern im Liegen erlebt: Mit seiner Tour „Leichtigkeit“ lädt Johannes J. Kronegger zu einem ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Christina Grebe wird neue Ärztliche Direktorin am Salzkammergut Klinikum

Christina Grebe wird neue Ärztliche Direktorin am Salzkammergut Klinikum

SALZKAMMERGUT. Nach dem Wechsel von Tilman Königswieser in die Geschäftsführung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding übernimmt Christina ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Ebenseer Jahrgang 1961 feierte Bootsausflug am Traunsee

Ebenseer Jahrgang 1961 feierte Bootsausflug am Traunsee

EBENSEE. Die Mitglieder des Geburtsjahrgangs 1961 aus Ebensee trafen sich zu einem Jahrgangsausflug. Auf dem Programm stand eine mehrstündige ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Pétanque-Vereinsmeisterschaft 2026 in Bad Ischl

Pétanque-Vereinsmeisterschaft 2026 in Bad Ischl

BAD ISCHL. Wolfgang Schnürch gewann die Pétanque-Vereinsmeisterschaft zum Saisonabschluss im Bad Ischler Kurpark. 20 Teilnehmer traten bei ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge