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SALZKAMMERGUT. Rund sechs von zehn Oberösterreicher engagieren sich freiwillig, darunter 23.900 Männer und Frauen beim Roten Kreuz. Ihr Engagement ist unverzichtbarer Teil der Gesellschaft. Gerhard Strassmair aus Vorchdorf und Dominik Neuwirth und Alexander Kühleitner aus Frankenmarkt leisten wichtige freiwillige Arbeit in den Bezirken Gmunden und Vöcklabruck.

Lisa, Stefan, Gerhard, Elisabeth, Christian Strassmair (v.l.) (Foto: OÖRK Ortsstelle Vorchdorf)
  1 / 3   Lisa, Stefan, Gerhard, Elisabeth, Christian Strassmair (v.l.) (Foto: OÖRK Ortsstelle Vorchdorf)

Gerhard Strassmair aus Vorchdorf hat nicht nur sein eigenes Leben dem Roten Kreuz gewidmet, sondern auch seine Familie nachhaltig inspiriert. Als langjähriger Dienstführender an der Ortsstelle Vorchdorf prägte er die Arbeit vor Ort maßgeblich. Besonders wichtig war ihm die Förderung der Zivildiener, die er betreute. „Ich durfte ihnen viel beibringen, lernte aber auch jede Menge von ihnen“, erinnert sich Strassmair an die Zusammenarbeit, die ihn persönlich bereichert hat. Seine Frau Elisabeth unterstützte ihn dabei nicht nur privat, sondern engagierte sich ebenfalls aktiv beim Roten Kreuz. Sie wurde Rettungssanitäterin, Lehrbeauftragte und schließlich Lehrsanitäterin. „Gemeinsam konnten wir viele wichtige Projekte umsetzen und ein starkes Fundament für die Ortsstelle Vorchdorf schaffen“, erzählt Strassmair.

Die nächste Generation

Die Tradition des Engagements setzt sich in der nächsten Generation fort. Die Söhne Christian und Stefan sind ebenfalls beim Roten Kreuz aktiv. Während Christian im Rettungs- und Katastrophenhilfsdienst tätig ist, führt Stefan die Position des Dienstführenden in Vorchdorf fort. Er bringt frischen Elan und neue Ideen in die Arbeit ein. „Beim Roten Kreuz habe ich Lisa kennen- und lieben gelernt, auch sie ist aktive Rettungssanitäterin“, erzählt Stefan. „Unser Herz schlägt für dieselbe Sache.“ Die Werte von Hilfsbereitschaft und Solidarität, die Gerhard Strassmair einst vorlebte, werden bereits an die Enkelkinder weitergegeben.

Vom Zivildienst zur Berufung

Auch Dominik Neuwirth und Alexander Kühleitner aus Frankenmarkt, Bezirk Vöcklabruck, engagieren sich mit Herzblut beim Roten Kreuz. Beide fanden über den Zivildienst den Weg zur Organisation. Alexander Kühleitner entschied sich nach seinem Zivildienst, als freiwilliger Rettungssanitäter in Frankenmarkt zu bleiben. „Die Arbeit war von Anfang an etwas Besonderes“, erzählt er. Ein prägendes Erlebnis war ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem er kurz nach Ende seines Zivildienstes helfen konnte. „Durch meine Ausbildung konnte ich schnell und richtig handeln. Zeit spielt bei Hilfe in Notfällen oft eine entscheidende Rolle.“ Neben seiner Arbeit schätzt Kühleitner die Freundschaften, die er beim Roten Kreuz geschlossen hat. „Die Zusammenarbeit mit den Kollegen hat mich nicht nur menschlich bereichert, sondern mir auch gezeigt, wie wichtig Teamarbeit in schwierigen Situationen ist.“

Dominik Neuwirth fand seinen Weg zum Roten Kreuz durch ein persönliches Ereignis: den Schlaganfall seiner Mutter. „Ich wollte etwas Sinnvolles machen, und diese Erfahrung hat meine Entscheidung bestärkt.“ Er blieb dem Roten Kreuz nach dem Zivildienst treu und schätzt besonders die Vielseitigkeit der Aufgaben. „Man ist beim Helfen nicht allein. Gemeinsam erleben wir schöne Momente, aber auch schwere Stunden. Das schweißt uns zusammen und zeigt uns den Sinn unserer Arbeit“, erklärt Neuwirth.

Wichtige Stütze der Gesellschaft

Die Geschichten von Gerhard Strassmair, Dominik Neuwirth und Alexander Kühleitner stehen exemplarisch für die vielen Freiwilligen, die das Rote Kreuz stärken. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist. Ob in der Familie weitergegeben oder durch persönliche Erfahrungen inspiriert: Freiwillige Helfer sind ein unverzichtbarer Teil des sozialen Gefüges.


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