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GMUNDEN. Der Gmundner Historiker Heinz Schießer wurde mit dem Berufstitel „Professor“ ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte durch den Bundespräsidenten und würdigt die wissenschaftlichen Leistungen des 83-Jährigen, der sich intensiv mit der Geschichte des Salzkammerguts befasst.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (links) überreichte die Ernennungsurkunde dem frischgebackenen Professor Heinz Schießer im Linzer Landhaus. (Foto: Landespressedienst Oberösterreich)

Heinz Schießer ist in Gmunden nicht nur als ehemaliger Sparkassenbeamter, Alpenvereinsobmann und Lokalpolitiker bekannt, sondern vor allem als leidenschaftlicher Historiker. Nach seiner Pensionierung begann er ein Geschichtsstudium an der Universität Salzburg mit den Schwerpunkten Mittelalter, Altertum und Kunstgeschichte. Mit 64 Jahren nahm er das Studium auf und schloss es erfolgreich mit dem Magistertitel ab.

Seitdem widmet sich Schießer der Erforschung lokaler Geschichte und veröffentlichte sechs Bücher zu verschiedenen Themen aus der Region. Zu seinen Werken gehören unter anderem eine Biografie über den früheren Bürgermeister und Arzt Ferdinand Krackowizer, eine Darstellung über die Villen in Gmunden sowie Recherchen zur Gegenreformation und zum Geheimprotestantismus im Salzkammergut. Sein siebentes Buch mit dem Titel „Salz und Macht“, das die wirtschaftliche Bedeutung des Salzes für die Region beleuchtet, ist bereits in Arbeit.

Anerkennung durch den Berufstitel

Die Verleihung des Professorentitels geht maßgeblich auf die Publikation „Wir gehen zwar – wir kehren wieder“ zurück, in der Heinz Schießer die Themen Gegenreformation und Geheimprotestantismus detailliert aufarbeitet. Diese Arbeit wurde vom Musealverein Gmunden unter der Leitung von August Mayer für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Das Bildungsministerium folgte dieser Empfehlung, und Landeshauptmann Thomas Stelzer überreichte Heinz Schießer im Steinernen Saal des Linzer Landhauses die Ernennungsurkunde. Mit dieser Würdigung findet das wissenschaftliche Engagement des Gmundner Historikers eine verdiente Anerkennung.


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