Kindergarten-Ausbau in Gmunden: Neue Plätze und ein zusätzlicher Standort geplant
GMUNDEN. Die Stadt Gmunden baut ihr Kinderbetreuungsangebot weiter aus. Am Campus Ort entsteht ein zusätzlicher öffentlicher Kindergarten – mit Fokus auf Nachhaltigkeit und kurze Wege.
Die Traunseestadt Gmunden treibt den Ausbau der Kindergartenplätze konsequent voran. In absehbarer Zeit wird das Angebot deutlich größer sein als bisher. Herzstück des Projekts ist der Standort Campus Ort, auch bekannt als Pensi.
Neuer Kindergarten am Campus Ort
Derzeit sind am Campus Ort zwei Gruppen im bestehenden Kindergartengebäude untergebracht. Im benachbarten Theresienhaus, einem leerstehenden ehemaligen Wirtschaftsgebäude, sollen künftig zusätzlich zwei Kindergarten- sowie zwei Krabbelstubengruppen entstehen. „Das bedeutet, wir werden dort einen zusätzlichen öffentlichen Kindergarten haben“, erklärt Stadtchef Stefan Krapf.
Zeitplan und Übergangslösungen
Die Planungsunterlagen sind bereits fertig und bilden die Grundlage für die Bauverhandlung Ende Februar. Im März soll der Finanzierungsplan beschlossen werden, anschließend wird ein Totalübernehmer gesucht. Der Baubeginn ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen. Die seit 2025 bestehende provisorische Lösung in der Miller-von-Aichholz-Straße ist gesetzlich auf sechs Jahre begrenzt. Krapf betont: „Sobald wir die beiden Projekte Pensi und Marienbrücke fertiggestellt haben, können wir die temporäre Lösung abbauen.“
Nachhaltigkeit und Lebensqualität
Vizebürgermeisterin Ulrike Feichtinger hebt die Bedeutung nachhaltiger Planung hervor: „Zeitgemäße Kinderbetreuung für die Jüngsten ist zentral und wichtig für die Lebensqualität in unserer Stadt.“ Durch die Nutzung bestehender Gebäude sollen Flächenversiegelung vermieden, Wege verkürzt und das Verkehrsaufkommen reduziert werden.
Bildungscampus mit Zukunft
Der Kindergartenstandort ist Teil des Campus Ort, der Bildung von der Krabbelstube bis zum Gymnasium vereint. „Diese Initiative zu einem weiteren wichtigen, facettenreichen Mosaikstein der Gmundner Bildungslandschaft wollen wir unterstützen“, so Krapf. Auch Vizebürgermeister Wolfgang Schlair sieht Vorteile: „Allein schon aufgrund der Kosten ist das die einzig richtige Entscheidung, denn ein Neubau auf der grünen Wiese wäre um einiges teurer gewesen.“