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ALTMÜNSTER. Der Gemeinderat von Altmünster beschließt einstimmig die Strategie 2040 – und wird zur Vorzeigegemeinde Richtung Klimaneutralität.

Martin Schott, Franz Schögl, Martin Pelzer, Stefan Kaineder und Alexander Strobl (v. li.) (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Die Gemeinde Altmünster setzt ein Zeichen im Kampf gegen die Klimakrise. Einstimmig hat der Gemeinderat die kommunale Klimastrategie „Altmünster 2040“ beschlossen. Damit reiht sich die Marktgemeinde in jene Kommunen ein, die die Pariser Klimaziele nicht nur zitieren, sondern konkret umsetzen wollen.

Paris als Maßstab, Gemeinde als Motor

Seit dem Pariser Klimaabkommen 2015 ist klar: Ohne rasche und tiefgreifende Reduktion von Treibhausgasen ist das Zwei-Grad-Ziel nicht zu halten. Genau hier setzt das Projekt „Paris, wir kommen“ an, mit dem das Klimabündnis Oberösterreich gemeinsam mit dem Land OÖ Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Klimaneutralität begleitet. Rund 20 Kommunen sind bereits an Bord – Altmünster geht nun voran.

„Mit dem Projekt ´Paris, wir kommen´ werden in Oberösterreich kommunale Klimastrategien in den Städten und Gemeinden erarbeitet. Wir läuten damit auch eine Zeitenwende im Denken ein“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Kaineder.

Erfahrung trifft Strategie

Klimaschutz ist in Altmünster kein neues Schlagwort. Seit über 30 Jahren baut die Gemeinde Know-how in Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen auf. Projekte in Energie, Mobilität, Bodenschutz und Biodiversität prägen die Arbeit. Die neue Klimastrategie bündelt diese Aktivitäten erstmals in einem klaren, verbindlichen Rahmen.„Mit der Klimastrategie 2040 schaffen wir einen verbindlichen Rahmen, um Verantwortung zu übernehmen“, sagt Ortschef Martin Pelzer.

Pionierstadt mit Vorbildwirkung

Als ausgewählte Pionierstadt der österreichweiten Mission „Klimaneutrale Stadt“ verbindet Altmünster Forschung, Praxis und Bürgerbeteiligung. Die Strategie entstand in einem breiten, partizipativen Prozess – von Klimabilanz über Workshops bis zum Klimarat. Zwölf Leitmaßnahmen wurden definiert und im Dezember 2025 beschlossen.Bereits sichtbar: Kinder-Klimarat, eigener Podcast, mehr E-Ladeinfrastruktur und ein klimafreundlicher Fuhrpark.„Ambitionierter Klimaschutz und realistische Umsetzung sind kein Widerspruch“, so Franz Peter Schögl. Mit einem Folgeprojekt soll nun der Schritt von der Strategie zur Umsetzung gelingen – und Altmünster dem Ziel Klimaneutralität ein großes Stück näherkommen.


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