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Berührende Spende nach Tod der kleinen Tochter: 30 Liter Muttermilch helfen 29 Frühgeborenen

Martina Gahleitner, 05.03.2026 07:14

ROHRBACH-BERG. Ein Zeichen von Hoffnung und Stärke setzte die Rohrbacherin Corina: Nach dem Verlust eines ihrer frühgeborenen Zwillingsmädchen, hat sie 30 Liter Muttermilch gespendet. 29 kleine Patienten konnten damit bestmöglich versorgt werden. 

Spenderin Corina mit ihrer Familie (Foto: privat)
Spenderin Corina mit ihrer Familie (Foto: privat)

Corina ist Mama frühgeborener Zwillinge, die viele Wochen auf der Neonatologie des Kepler Universitätsklinikums betreut wurden. Das Team der Neonatologie hat mit den Eltern und den beiden Mädchen um jedes kleine Stück Fortschritt gekämpft – leider überlebte nur die kleine Alina.

In der Zeit des schweren Verlustes, kam der Wunsch, anderen Familien in ähnlichen Situationen Hoffnung zu schenken. Während des langen Klinikaufenthalts pumpte sie rund 30 Liter Muttermilch ab und stellte diese der Humanmilchbank des Kepler Universitätsklinikums zur Verfügung. „Ich habe selbst erfahren, wie wichtig Frauenmilch ist. Weil meine Kinder zu früh geboren wurden, haben sie selbst gespendete Frauenmilch erhalten. Da ich ausreichend Milch zur Verfügung hatte, war mir diese Spende ein persönliches Anliegen“, sagt Corina. Sie und ihre Familie haben sich trotz der extrem belastenden Zeit auf jeder Station sehr gut aufgehoben und begleitet gefühlt hat.

Nahrung für 29 kleine Patienten

Die gespendete Muttermilch wurde in der Humanmilchbank des Uniklinikums sorgfältig geprüft. Nach mikrobiologischer Untersuchung erfolgten eine schonende Pasteurisierung sowie eine kontrollierte Lagerung nach streng definierten hygienischen und qualitativen Standards. Durch Corinas Spende konnten insgesamt 29 kleine Patienten bestmöglich versorgt werden.

Gerade für Frühgeborene und kranke Neugeborene ist Muttermilch von zentraler Bedeutung: Sie unterstützt das Immunsystem, kann vor schweren Komplikationen schützen und fördert die Entwicklung. In vielen Fällen ist Muttermilch daher nicht nur Nahrung, sondern ein wichtiger Teil der Therapie.


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