Schicksal der Kapellenlinden in St. Peter noch ungewiss: Entscheidung über Fällung oder Rettung im Herbst
ST. PETER. Zwei alte Linden, die seit vielen Jahrzehnten das Ortsbild von St. Peter prägen, beschäftigen Eigentümer als auch Naturschützer. Die Bäume waren bis vor Kurzem als Naturdenkmäler ausgewiesen. Im Mai wurde ihnen dieser Status von der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich per Bescheid aberkannt. Im Herbst soll die Entscheidung fallen, ob die Linden erhalten werden können oder gefällt werden müssen.

Laut dem Gutachten eines Amtssachverständigen für Natur- und Landschaftsschutz wurden bei den mindestens 100 Jahre alten Bäumen Wurzelschäden, Mistelbefall und eine Pilzerkrankung festgestellt. Bei einer der Linden kommt zudem eine rasch absterbende Krone hinzu. Weil nun die landschaftsprägende Wirkung der Bäume aufgrund ihrer Lage nicht mehr gegeben sei, haben sie nun ihren Status als Naturdenkmäler verloren.
Ein Für und Wider
Wie es mit den Bäumen weitergeht, ist derzeit noch offen. Rudolf Haslinger, auf dessen Grundstück die sogenannte Eder-Kapelle und die beiden Linden stehen, steht vor einer schwierigen Entscheidung. „Die Verantwortung für die Bäume liegt bei mir und damit auch die Haftung, falls etwas passiert. Nicht auszudenken, wenn ein Ast auf einen Fußgänger oder ein Auto fällt“, sagt er. Deshalb wolle er das Für und Wider sorgfältig abwägen.
Offen für Initiative
Unterdessen setzt sich ein Interessentenkreis in St. Peter für den Erhalt der Linden ein. Die Beteiligten können sich vorstellen, eine lokale Initiative oder einen Verein zu gründen, der sich künftig um Pflege und Erhalt der Bäume kümmert.
Für diesen Vorschlag zeigt sich Haslinger grundsätzlich offen. Sollten die Linden gerettet werden können, möchte er jedoch weder die laufenden Pflegekosten noch die Verantwortung für ihren Erhalt allein tragen. Spätestens im November will er über die Zukunft der Bäume entscheiden.








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