Feuerwehr Altmünster zieht Bilanz über arbeitsreiches Jahr
ALTMÜNSTER. Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Altmünster wurde im Gasthaus Urz’n am Gmundnerberg eine umfassende Bilanz über das Einsatzjahr 2025 gezogen. Rund 12.500 geleistete Stunden, zahlreiche Übungen sowie mehrere fordernde Einsätze prägten das Jahr der Einsatzkräfte.

Pflichtbereichskommandant Christian Gruber begrüßte dazu zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr sowie mehrere Ehrengäste, darunter Vizebürgermeister Bernhard Moser, Bezirksfeuerwehrkommandant Thomas Dreiblmeier, den früheren Bezirksfeuerwehrkommandanten Robert Benda, Ehrenkommandant Georg Pangerl, den Kommandanten der Polizei Altmünster Alexander Kraml sowie eine Delegation der Partnerfeuerwehr Geiselhöring aus Bayern mit dem ersten Vorstand Wastl Hansbauer.
In seinem Bericht blickte Kommandant Christian Gruber auf ein arbeitsintensives, aber unfallfreies Jahr zurück. Obwohl größere Naturereignisse wie Stürme oder Hochwasser ausblieben, war die Mannschaft stark gefordert. Insgesamt wurden rund 12.500 Stunden geleistet, davon jeweils rund 5.500 Stunden für Verwaltung sowie für Aus- und Weiterbildung.
Fordernde Einsätze im gesamten Pflichtbereich
Mehrere Einsätze stellten die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Besonders in Erinnerung blieb ein Großbrand an der Gmundner Esplanade. Die Feuerwehr musste dabei unter erschwerten Bedingungen und bei Gefahr durch mögliche Deckeneinstürze im Innenangriff arbeiten, während sich die Hauptfahrzeuge gerade in Servicearbeiten befanden.
Auch eine starke Druckwelle nach einer Hausexplosion im Bereich Hochholz erforderte rasches und professionelles Handeln. Zudem gelang mit Unterstützung einer Drohne die Rettung eines vermissten Seniors. Neben klassischen technischen Einsätzen, etwa Fahrzeugbergungen mit dem Wechselladefahrzeug, sorgten auch ungewöhnliche Aufgaben für Aufmerksamkeit. Dazu zählten die Bergung eines Segelbootes aus einem Bach sowie die Rettung eines Uhus aus einem Kamin.
Neue Technik und starke Jugendgruppe
Technisch setzte die Feuerwehr mit der Übernahme des Bohrlöschsystems Drill-X einen Schwerpunkt. Der gesamte Pflichtbereich wurde auf den Einsatz dieses Spezialgerätes geschult. Große Übungsszenarien stärkten zusätzlich die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen. Dazu zählten unter anderem ein simulierter Busunfall am Grasberg mit 25 Verletzten sowie eine Waldbrandübung am Feuerkogel gemeinsam mit dem Roten Kreuz und benachbarten Feuerwehren.
Auch finanziell wurde das Jahr in enger Abstimmung mit der Gemeinde bewältigt. Unterstützt durch das Land Oberösterreich konnte unter anderem das umfangreiche Zehnjahresservice des Hubrettungsgerätes durchgeführt werden.
Positiv entwickelte sich die Jugendgruppe der Feuerwehr. Mit rund 20 Mitgliedern, darunter drei Feuerwehrfrauen und 17 Feuerwehrmänner, wurde ein neuer Höchststand erreicht.
Im weiteren Verlauf der Versammlung berichteten Kassier, Schriftführer, Jugendbetreuer und Zeugwart über ihre Tätigkeiten. Ein Höhepunkt war die Angelobung sowie mehrere Beförderungen und Ehrungen. Für 50 Jahre Feuerwehrdienst wurde Erich Hager ausgezeichnet. Medaillen für 40 Jahre erhielten Klaus Heiße, Andreas Hummer und Sigfried Hummer.
Zum Abschluss dankten die Ehrengäste der Feuerwehr für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen sowie der Gemeinde. Die Jahreshauptversammlung endete mit einem gemeinsamen Abendessen auf Einladung der Gemeinde Altmünster.


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