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HALLSTATT. Mehr als 120 Kilometer vermessene Gänge, neue Entdeckungen am Dachstein und tausende Stunden Digitalisierungsarbeit. Der Höhlenverein Hallstatt-Obertraun blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück.

Ehrung von Schriftführerin Christine Buchegger und Rudol Bengesser (Foto: Sulzbacher)
Ehrung von Schriftführerin Christine Buchegger und Rudol Bengesser (Foto: Sulzbacher)

Der Höhlenverein Hallstatt-Obertraun hat bei seiner Generalversammlung im Hotel Goisererhof eine eindrucksvolle Bilanz des vergangenen Vereinsjahres präsentiert. Mit mittlerweile 125 Mitgliedern zählt der Verein zu den aktivsten Höhlenforschungsgruppen Österreichs. Vereinsobmann Kurt Sulzbacher berichtete von zahlreichen Forschungsprojekten, Expeditionen und ehrenamtlichen Arbeitsstunden.

Forschung in der Hirlatzhöhle geht weiter

Einen Schwerpunkt bildeten die insgesamt elf mehrtägigen Forschungstouren in die Hirlatzhöhle bei Hallstatt. Besonders die Tauchexpeditionen unter der Leitung von Wetti Wielander sorgten für neue Erkenntnisse. Bei einer Tour Ende Dezember wurde der Donnerbachsiphon erneut erforscht. Hinter der rund 20 Meter langen Tauchstrecke konnten die Forscher mehrere wasserführende Abschnitte dokumentieren, die schließlich an einem groß dimensionierten Siphon enden.

Die Hirlatzhöhle erreichte mit Ende 2025 eine vermessene Gesamtlänge von 120.516 Metern und zählt damit weiterhin zu den bedeutendsten Höhlensystemen Österreichs.

Ein Meilenstein gelang zudem bei der Digitalisierung der Höhlendaten. In mehreren tausend Arbeitsstunden wurden die Messdaten der Hirlatzhöhle in die moderne Höhlenverwaltungssoftware Therion übertragen. Dadurch stehen nun aktuelle Pläne, 3D-Modelle und Messdaten digital zur Verfügung und erleichtern die weitere Forschung erheblich.

Neue Höhlen entdeckt und Mitglieder geehrt

Auch auf dem Dachstein waren die Forscher aktiv. Eine internationale Expedition mit Beteiligung von Vereinsmitglied Andreas Hack entdeckte zahlreiche neue Höhlen und erschloss insgesamt 315 Meter Neuland. Im zur Hirlatzhöhle gehörenden Schachtsystem WUG konnte die Gesamtlänge um weitere 1.267 Meter auf nun 10.083 Meter erweitert werden.

Neben den Forschungsarbeiten widmete sich der Verein auch der Archivierung historischer Unterlagen sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Den Abschluss der Generalversammlung bildeten Fachvorträge über den Klimawandel in den Sarstein-Eishöhlen und aktuelle Forschungsprojekte.

Für ihre langjährige Treue wurden Harald Lobitzer und Christine Buchegger für 20 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Rudolf Bengesser erhielt eine Ehrung für seine 50-jährige Zugehörigkeit zum Verein.


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