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ROITHAM. Ein Jahr nach dem Spatenstich nimmt das neue Kraftwerk Traunfall immer deutlichere Formen an. Die Energie AG meldet entscheidende Fortschritte auf der Großbaustelle. 

Neubau des Kraftwerks Traunfall (Foto: Energie AG/Mathias Lauringer)
  1 / 3   Neubau des Kraftwerks Traunfall (Foto: Energie AG/Mathias Lauringer)

Rund ein Jahr nach dem offiziellen Spatenstich schreitet der Neubau des Laufwasserkraftwerks Traunfall in Roitham planmäßig voran. Beim Lokalaugenschein überzeugten sich Tunnelpatin Michaela Langer-Weninger und Energie-AG-Technikvorstand Alexander Kirchner vom Baufortschritt des 190 Millionen Euro schweren Projekts.

Strom für 35.000 Haushalte

Mit dem neuen Kraftwerk entsteht das drittgrößte Wasserkraftwerk der Energie AG an der Traun. Durch die bessere Nutzung der Fallhöhe und modernste Technik soll die jährliche Stromerzeugung um rund 80 Prozent auf 125 Gigawattstunden steigen. Das entspricht dem Jahresbedarf von etwa 35.000 Haushalten. Die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.

„Der Neubau verbindet modernste Technik mit nachhaltiger Bauweise. Die Baufortschritte bei diesem technisch anspruchsvollen Projekt sind eindrucksvoll zu sehen“, betont Technikvorstand Alexander Kirchner.

Tunnelbau schreitet voran

Ein wichtiger Meilenstein wurde Mitte Juni erreicht: Der Vortrieb des rund 100 Meter langen Unterwasserstollens hat begonnen. Der bis zu 16 Meter hohe und 15 Meter breite Stollen zählt zu den größten Bauabschnitten und wird bei laufendem Betrieb des bestehenden Kraftwerks errichtet.

Auch beim rund 700 Meter langen Oberwasserstollen liegen die Arbeiten im Plan. Der Aushub ist bereits zu rund 90 Prozent abgeschlossen, derzeit wird die Innenschale aus Beton hergestellt.

Großbaustelle bis 2028

Auch an den übrigen Bauabschnitten laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Im Bereich der Wehranlage starten nach Abschluss der Baugrubenarbeiten die umfangreichen Betonarbeiten, ab August folgen die Stahlwasserbauarbeiten. Gegen Ende des Sommers wird zudem das erste von insgesamt drei Wehrsegmenten eingehoben.

Beim künftigen Krafthaus sind die bis zu 40 Meter tiefen Bohrpfähle bereits fertiggestellt. Derzeit wird die rund 25 Meter tiefe Baugrube ausgehoben. Parallel werden im Stauraum nach Abschluss der Laichzeit ökologische Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt und neu geschaffene Flächen wieder begrünt. Das Projekt soll nicht nur die regionale Energieversorgung stärken, sondern auch die Nutzung heimischer Wasserkraft langfristig absichern.


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