St. Wolfgang bewahrt jahrhundertealte Schätze vor dem Verfall
ST. WOLFGANG. Drei historische Bildstöcke erzählen von der bewegten Geschichte St. Wolfgangs. Nach ihrer Restaurierung wurden die Denkmäler am Wolfgangitag feierlich gesegnet.

Sie sind steinerne Zeugen einer jahrhundertealten Geschichte: Drei historische Bildstöcke in St. Wolfgang wurden aufwendig restauriert und am Wolfgangitag, dem 31. Oktober, feierlich gesegnet. Die religiösen Kleindenkmäler erinnern an die große Bedeutung des Ortes als Wallfahrtszentrum und reichen teilweise bis ins 15. Jahrhundert zurück.
Steinerne Zeugen der Wallfahrtsgeschichte
Besonders beeindruckend ist der Bildstock bei Markt 22. Steinmetzzeichen deuten darauf hin, dass er zwischen 1470 und 1477 entstand. Damit zählt er zu den ältesten erhaltenen Zeugnissen aus der Blütezeit der Wolfgang-Wallfahrt.
Der Bildstock bei Markt 16 wurde 1653 vom Hofjäger Hans Traussnitz und seiner Frau errichtet. Sein Tafelbild zeigt unter anderem den heiligen Wolfgang und den heiligen Hubertus. Eine Besonderheit: Bei einer Restaurierung im Jahr 1810 verewigten sich damalige Unterstützer eigenmächtig auf dem Bild.
Auf den Spuren eines Kaisers
Auch der Bildstock bei Markt 101 erzählt Geschichte. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert und steht an einem jahrhundertealten Pilgerweg, den einst auch Kaiser Maximilian I. nutzte. Dieser hatte sogar geplant, sein Grabmal am Falkenstein errichten zu lassen.
Familien übernehmen die Pflege
Die feierliche Segnung nahmen die Pfarrer Alois Rockenschaub und Michael Mlundi im Beisein von Bürgermeister Franz Eisl und weiteren Gemeindevertretern vor.
Finanziert wurde die Restaurierung durch die Marktgemeinde, Förderungen des Landes Oberösterreich und des Bundesdenkmalamtes sowie private Spenden. Besonderer Dank galt den Familien Leitner, Falkensteiner und Gastberger, die bei den Arbeiten mithalfen und künftig die Pflege der Denkmäler übernehmen.








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