So steht es um die Kinderbetreuung im Bezirk Gmunden
BEZIRK GMUNDEN. Elf Gemeinden im Bezirk Gmunden erreichen im Kinderbetreuungsatlas 2026 der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich die höchste Gesamtbewertung 1A. Im Vorjahr waren es zwölf. Bei den Unter-Dreijährigen erhält nur Bad Ischl die Bestnote.

Die elf Gemeinden mit der Gesamtbewertung 1A sind Altmünster, Bad Ischl, Grünau im Almtal, Gschwandt, Laakirchen, Ohlsdorf, Pinsdorf, Roitham am Traunfall, Scharnstein, St. Wolfgang und Vorchdorf. Ihr Anteil liegt mit 55 Prozent über dem oberösterreichweiten Durchschnitt von rund 36 Prozent. Weitere 30 Prozent der Gemeinden im Bezirk erreichen Kategorie A. Keine Gemeinde wurde insgesamt in Kategorie C oder D eingestuft.
Betreuung für Kinder unter drei Jahren
Bei den Unter-Dreijährigen erreicht wie im Vorjahr nur Bad Ischl Kategorie 1A und erfüllt damit laut AK die Kriterien für eine vollzeittaugliche Betreuung. Dazu zählen unter anderem Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von mindestens 9,5 Stunden täglich und insgesamt mindestens 45 Stunden pro Woche.
In einzelnen Gemeinden im Bezirk Gmunden beginnt die Aufnahme erst ab dem 18. Lebensmonat, als spätestes Erstaufnahmealter wurden 24 Monate angegeben. Das kann Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf erschweren.
Schließzeiten als Herausforderung
Bei den Drei- bis Sechsjährigen erreichen fünf Gemeinden Kategorie 1A. Nach Angaben der AK überschreiten im Bezirk jeweils sieben Gemeinden bei Kindergärten und Krabbelstuben die gesetzlich vorgesehene Grenze für Schließzeiten.
Das oberösterreichische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz sieht mindestens 47 Öffnungswochen pro Jahr vor. Bei entsprechendem Bedarf dürfen Einrichtungen nicht länger als fünf Wochen geschlossen sein.
Betreuung nach dem Kindergarten
Bei der Betreuung von Volksschulkindern erreichen elf Gemeinden Kategorie A und acht Kategorie B. Keine Gemeinde wurde in Kategorie C oder D eingestuft.
Die Arbeiterkammer fordert einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz vom zweiten Lebensjahr bis zum Ende der Volksschule. Zudem verlangt sie eine verpflichtende Bedarfserhebung in Gemeinden und Bezirken sowie eine gesicherte Finanzierung durch das Land Oberösterreich.
Die Bewertungen und Betreuungsquoten aller oberösterreichischen Gemeinden sind im digitalen Kinderbetreuungsatlas unter kba.arbeiterkammer.at abrufbar.








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