„Wenn die Seele leichter ist, unterstützt das auch die Heilung"
GMUNDEN. „Wirbelwinde und andere Verwurschtelungen“ sind das Fachgebiet von Frau Dr. Wally Wirbel. Als CliniClown sorgt sie in den Krankenhäusern Gmunden und Kirchdorf für gute Laune – auch, wenn es für die Patienten sonst gerade nicht viel zu Lachen gibt.

Die Verwandlung ist vollkommen: Sobald Petra Hofler-Mayrhofer ihre Clownsnase im Gesicht trägt, ist sie „Dr. Wally Wirbel“ und macht bei ihrer Clownvisite die Station unsicher. Da wird schon mal der Clown-Kollege zurechtgebogen, bis er wieder funktioniert oder am Ende der Visite der Zimmerausgang verzweifelt gesucht – und zwar im Kleiderkasten. Im Mittelpunkt steht aber immer der Mensch und seine Bedürfnisse, betont Petra Hofler-Mayrhofer: „Wir liefern kein Programm, es ist immer Improvisation, wir nehmen Bezug auf die Menschen, die vor uns sind, immer. Egal, ob der Mensch ein Jahr alt ist oder 100.“ So wird das eine Mal richtig „losgefetzt“, dann wieder machen die beiden Clowns nur untereinander ihre Späße, bis sich ein schüchternes Kind doch hinter dem Rücken seiner Mama hervorwagt. Und manchmal werden auch Schlager auf der Ukulele gespielt und gesungen: „Das berührt viele ältere Menschen ganz besonders“, erklärt die leidenschaftliche Clownin. Besucht werden nämlich beileibe nicht nur Kinder, auch Krebsstationen oder die Geriatrie stehen auf der Visitenliste der CliniClowns.
„Frohsinn verteilen“
Ziel der Besuche ist es, Frohsinn und Leichtigkeit in den Krankenhausalltag zu bringen, denn: „Wenn die Seele leichter ist, unterstützt das auch die Heilung“, ist Hofler-Mayrhofer überzeugt. Die ausgebildete Diplomkrankenschwester hat vor wenigen Monaten die zweieinhalbjährige Ausbildung zum CliniClown abgeschlossen und blickt auch auf zehn Jahre ehrenamtliche Arbeit in einem Hospiz zurück. Als sie sich mit einem schweren persönlichen Schicksalsschlag auseinander setzten musste, entdeckte sie für sich das Lachen wieder, erzählt Hofler-Mayrhofer. Nun verteilt sie ihren Frohsinn auf andere – und profitiert auch selbst davon: „Wenn ich von der Clownvisite zurückkomme, bin ich zwar erschöpft, aber glücklich!“
Aktion „Happy Aua“
Finanziert wird die Arbeit der CliniClowns ausschließlich durch Spenden, Sponsoring, Subventionen und – ganz aktuell – über die Aktion „Happy Aua“: Dabei geht bei einem Drink in den teilnehmenden Lokalen eine Spende an die CliniClowns. Infos darüber, welche Lokale mitmachen (die Liste wächst noch) gibt“s auf happyaua.cliniclowns-ooe.at. Übrigens: Auch interessierte Lokalbesitzer können sich hier informieren.


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