Neuer Computertomograph untersucht schneller, schonender und präziser
GMUNDEN. Eine schonendere Untersuchung und mehr Anwendungsmöglichkeiten bietet ein neuer Computertomograph (CT), der seit Ende November im Salzkammergut-Klinikum Gmunden im Einsatz ist.

„Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit einer Erkrankung der Atemwege macht es einen großen Unterschied, wie lange sie im CT die Luft anhalten müssen. Das neue Gerät führt Untersuchungen in wenigen Sekunden durch, das stellt eine deutliche Verbesserung für die Betroffenen dar“, erklärt Primar Ekkehard Lindner, Leiter des Institutes für Radiologie am Salzkammergut-Klinikum. Zudem müssten die Patienten je nach untersuchter Körperregion nun nicht mehr zur Gänze in der CT-Röhre liegen – und auch die Strahlendosis sei, bei verbesserter Bildqualität, deutlich geringer als bisher.
Vereint Vorteile von CT und Magnetresonanz-Untersuchung
Den Ärzten bieten sich durch den neuen CT erweiterte Untersuchungsmöglichkeiten: Spezielle Filter ermöglichen es, Gichtkristalle sichtbar zu machen, Nierensteine genau zu charakterisieren und Knochenmarködeme zu diagnostizieren. „Letzteres ist unter anderem für Menschen mit Osteoporose wichtig, um Knochenbrüche besser erkennen zu können. Hier vereint der neue CT die Vorzüge von Computertomographie und Magnetresonanzuntersuchung“, sagt der Experte.
Bessere Hilfe bei Akuterkrankungen
Spezielle Darstellungsmöglichkeiten im Bereich des Herzens sowie des Gehirns sollen überdies die diagnostischen Möglichkeiten bei Schlaganfällen, Aortenaneurysmen, Lungenembolien und Erkrankungen der Herzkranzgefäße verbessern. So könne man schneller erkennen, „ob Patienten weiterhin in Gmunden behandelt werden können oder ob sie zum Beispiel in ein Zentrum verlegt werden müssen“, erläutert Primar Lindner.


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