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GMUNDEN. Den Krebs besiegt. Was nun? Diese Frage stellte sich Michael Feilmayr nach seinem Sieg über die Krankheit und gründete den Verein „Chance for Cancer Survivors“, der den Wiedereinstieg ins Berufsleben von Betroffenen erleichtern soll.

Paul Sungler und Michael Feilmayr (v. l.) Foto: www.indrichfotografie.at
Paul Sungler und Michael Feilmayr (v. l.) Foto: www.indrichfotografie.at

Feilmayr erhielt 2008 die Diagnose „Krebs“, insgesamt wurden vier Krebsarten festgestellt. Nach dem Maximum an Chemotherapien, Bestrahlungen, Operationen und Rehas war er 2010 austherapiert. In dieser Zeit hat er eines bemerkt: Wenn man eine Krankheit wie Krebs besiegt hat, steht man vor gesellschaftlichen Problemen. Ob es der berufliche Wiedereinstieg ist oder institutionelle sowie soziale Probleme – es gab keine Hilfe beziehungsweise keine unbürokratische Hilfe. „Daher haben wir den gemeinnützigen Verein 'Chance for Cancer Survivors' gegründet, damit wir für diejenigen Krebspatienten, die es geschafft haben, den Krebs zu besiegen, etwas verändern können. Wir wissen, welche Potentiale in ehemaligen Krebspatienten stecken und dass alle Unternehmen davon profitieren können“, so Feilmayr.

Verein als Hoffnungsträger

Der Verein „Chance for Cancer Survivors“ ist mehr als nur ein gemeinnütziger Verein. Er ist Hoffnungsträger für zahlreiche ehemalige Krebspatienten und andere chronisch Erkrankte (mittlerweile österreichweit tätig). Denn nicht selten stehen Betroffene nach dem Sieg über die Krankheit vor dem Problem der Wiedereingliederung ins Berufsleben. Der Verein sieht sich als Stütze und helfende Hand in vielen Bereichen. Vom Krankenhaus bis zur beruflichen Integration ist er für Betroffene da. Der Verein nützt vorhandene Ressourcen, sollten diese nicht reichen, wird nach einer flexiblen Lösung unter Einbindung der regionalen Wirtschaft und der Menschen gesucht. Denn: „Wer den Kampf geschafft hat, darf, soll und muss wieder arbeiten können“, so Feilmayr. Diese Meinung vertritt auch der Schirmherr des Vereins Paul Sungler (Geschäftsführer SALK – Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH).

Betroffene müssen arbeiten

„Als ehemaliger Krebschirurg und langjähriges Vorstandsmitglied der österreichischen Gesellschaft für Krebschirurgie ACO-ASSO war ich immer mit Patienten konfrontiert, die dieses Schicksal durchleben mussten. Erst sehr spät – eigentlich erst durch das Gespräch mit Michael Feilmayr – wurde mir bewusst, dass vor allem die Gesellschaft noch sehr, sehr viel tun muss, dass es dank modernster Medizin nicht nur 'Überlebende' dieser Krankheit gibt, sondern dass dieses 'Überleben' auch für die Betroffenen einen Sinn machen soll und muss! Dass ehemalige Krebspatienten – unabhängig von der Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit, einen Rückfall ihrer Krankheit zu bekommen, kaum mehr eine Anstellung finden – oft in Mindestrente leben müssen, ist in einer so hoch entwickelten Gesellschaft unmöglich und inakzeptabel. Denn der Betroffene will, soll und muss arbeiten – für seinen eigenen Selbstwert, für seine Gesundung, als Sinn, Zweck, Inhalt und Ziel – es sich und vielleicht auch der Familie, dem Partner, der Umgebung zu beweisen, nicht – oder vielleicht auch nur „noch nicht“ abhängig zu sein von Pension oder Rente.Daher unterstütze ich persönlich und wir als Salzburger Landeskliniken das Projekt und die Ziele der Organisation 'Chance for Cancer Survivors' und ich danke Michael Feilmayr für seine unermüdliche Arbeit und seinen visionären Einsatz“, so Sungler.


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