So reagiert man richtig auf Schlangenbisse

Hits: 641
Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 05.06.2020 08:26 Uhr

GMUNDEN. Selten aber doch kann man beim Wandern in den höheren Lagen des Berg- und Hügellandes auf einheimische Giftschlangen treffen. Auch, wenn die scheuen Tiere kaum zu sehen sind: Jährlich werden bis zu 40 Menschen gebissen. Der Gmundner Bergrettungarzt Dr. Karl Ahammer weiß, was im Ernstfall zu tun ist.

Nach einem Biss einer einheimischen Giftschlange besteht zwar kaum Lebensgefahr, eine rasche ärztliche Behandlung ist aber auf jeden Fall unbedingt notwendig, betont Dr. Ahammer. Das Gewebe im Bereich der Bissstelle schwillt in der Regel rasch und stark an, eine rot-bläuliche Färbung und Schmerzen, die mit der Zeit immer heftiger werden können, sind die Folge der Giftwirkung.

Wichtig: Ruhigstellen und Notruf wählen

Von den althergebrachten Erste-Hilfe-Maßnahmen wie dem Abbinden der betroffenen Extremität sowie dem Aufschneiden und Aussaugen der Wunde rät Dr. Karl Ahammer, Unfallchirurg am Salzkammergut Klinikum Gmunden und zugleich Bergrettungsarzt bei der Ortsstelle Gmunden, dringend ab: „Wichtig ist es vor allem, Ruhe zu bewahren. Das Opfer soll sich möglichst wenig bewegen. Der betroffene Körperteil soll ruhiggestellt, am besten geschient werden, damit sich das Gift nur möglichst langsam im Organismus verteilt. Das Gewebe rund um die Bissstelle kann nach Möglichkeit mit nassen Umschlägen gekühlt werden.“

Lebensbedrohliche Störungen des Atem- und Kreislaufsystems sind zwar sehr selten, können aber nicht ausgeschlossen werden. Besonders bei Kindern, kranken und älteren Menschen kann es auch zu einer stärkeren Ausbildung von Symptomen kommen.

Der Notfallmediziner rät auf jeden Fall, sich unverzüglich in ärztliche Behandlung zu begeben bzw. über den Notruf 144 einen Notarzt zu alarmieren. Im gebirgigen Gelände ist dabei der Einsatz eines Notarzthubschraubers notwendig.

Identifikation der Schlange hilfreich

Wichtig für die Behandlung ist die Identifikation der Schlange, dabei kann ein Foto, das etwa mit dem Handy aufgenommen wurde, sehr hilfreich sein. Zu den einheimischen Giftschlangen zählen die Kreuzotter, die ganz schwarz gefärbt sein kann und dann Höllenotter genannt wird, und die Hornotter, die vorwiegend in Kärnten und der Südweststeiermark vorkommt.

Schutz durch lange Hose und festes Schuhwerk

Für Sicherheit beim Wandern sorgen festes und knöchelhohes Schuhwerk, lange Hosen und ein wachsamer Blick. Durch die Vibrationen des Bodens haben die scheuen und nicht angriffslustigen Tiere meist ohnehin schon lange das Weite gesucht.

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Statt Lehár & Co gibt's heuer die Varieté-Szene zu erleben

BAD ISCHL. Die großen Klassiker wie das Lehár-Festival oder der Kaiserbummel wurden Coronabedingt vom heurigen Ischler Veranstaltungskalender gestrichen, nun will man zusätzlich ...

Lebenshilfe Wohnhaus in Steyrermühl fertig umgebaut

LAAKIRCHEN/STEYRERMÜHL. Ursprünglich sollten die derzeitigen Bewohner des Wohnhauses Steyrermühl in das neu gebaute Wohnhaus Gmunden bzw. in die umliegenden Wohnhäuser übersiedeln ...

Schwimm-Marathon-Jubiläum erst 2021

OBERTRAUN. Das 10-jährige Jubiläum des Hallstättersee Schwimm Marathon wurde nun auf nächstes Jahr verschoben.

Unwetter zog Spur der Verwüstung

BAD GOISERN. Ein heftiges, jedoch sehr lokal begrenztes Unwetter mit Sturm, Starkregen und Hagel zog  durch das Goiserertal und richtete in Teilen der Ortschaften Goisern, Ramsau und Gschwandt ...

Arbeitslosenquote im Bezirk Gmunden rückläufig

BEZIRK GMUNDEN. Die Arbeitslosenrate im Bezirk Gmunden ist erfreulicherweise wieder rückläufig. 

Ferienspaß vom ersten bis zum letzten Tag

GMUNDEN. Die Traunseestadt wird dem mit einem Sommerferienprogramm Rechnung tragen, das rekordverdächtig ist. Gmunden bietet „FerienSpaß“, so der Titel, vom ersten bis zum letzten ...

Lebenshilfe-Wohnhaus Gmunden nimmt Betrieb auf

GMUNDEN. Gesamt 15 Menschen mit Beeinträchtigung  haben im neu gebauten Lebenshilfe-Wohnhaus in Gmunden ein neues Zuhause gefunden.

Neuer Präsident bei den Kaiserstadt-Lions

BAD ISCHL. Trotz Coronapause konnte man bei der Lion-Clubübergabe auf ein sehr aktives Clubjahr zurückblicken.