Gewaltprävention in herausfordernden Zeiten
GMUNDEN. Die Soroptimistinnen des Clubs Traunsee unterstützen heuer schon zum fünften Mal die weltweite UN-Kampagne gegen Gewalt an Frauen. Statt der symbolträchtigen orangen Beleuchtung setzt man dieses Mal aber auf ein Bildungsprojekt.

Mit der orangen Beleuchtung prominenter Bauwerke macht die Aktion „Orange the World“ alljährlich von 25. November bis 10. Dezember gegen Gewalt an Frauen und Mädchen mobil. Die Gmundner Soroptimistinnen unterstützen dieses Engagement seit mehreren Jahren. Aufgrund der aktuellen Energiekrise suchte der Charity-Club jedoch nach einer anderen Form, gegen Gewalt aktiv zu werden.
Daher organisierten die Soroptimistinnen einen Workshop zur Ausbildung zur B.A.S.E-Gruppenleiterin. Die B.A.S.E-Methode wurde vom deutschen Bindungsforscher Karl-Heinz Brisch entwickelt und soll Empathie und Feinfühligkeit schon für Kleinkinder erfahrbar machen.
20 Elementarpädagoginnen und Lehrerinnen nahmen in Gmunden an dem von Brisch selbst durchgeführten Workshop teil und erwarben dabei das nötige Know-how zur Durchführung von „Baby Watching Gruppen“. In diesen Gruppen beobachten die Kinder unter Anleitung ein Baby mit seiner Mutter. Danach erarbeiten sie, was in dieser Zeit vorgegangen ist, warum dies geschehen ist und wie es Mutter und Kind dabei ergangen ist. Studien zeigen, dass diese Art der Auseinandersetzung mit den Gefühlen anderer Kindern helfen kann, besser mit Konflikten umzugehen.
Nulltoleranz für Gewalt
Als weiteres Projekt, um für eine Nulltoleranz für Gewalt in der Gesellschaft zu werben, organisieren die Gmundner Soroptimistinnen am 25. November, 19 Uhr, eine Konzertperformance „Für die Frauen der Welt“ in der Landesmusikschule Gmunden (Info: www.traunsee.soroptimist.at). Gewaltschutzgruppen der Spitäler, Apotheken und viele Geschäfte unterstützten die Initiative gegen Gewalt durch Plakate und das Auflegen von Informationsmaterial.


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