„Digitalkompass“ für Kinder startet in Gmunden und Altmünster
GMUNDEN/ALTMÜNSTER. Wie gelingt ein gesundes und sicheres Aufwachsen in einer zunehmend digitalen Welt? Mit dem „Digitalkompass“ entsteht in den Gemeinden Gmunden und Altmünster ein Modellprojekt, das im Umgang mit digitalen Medien unterstützen soll.

„Medien sind heutzutage nicht mehr wegzudenken und sie sind ein Fluch und Segen zugleich“, fasst Altmünsters Bürgermeister Martin Pelzer (ÖVP) die aktuelle Situation zusammen.
Ziel des LEADER-Projekts „Digitalkompass“ – eine Kooperation der Gemeinden Altmünster und Gmunden – sei Unterstützung und Orientierung für Kinder, Jugendliche und deren Eltern in einer digitalen Welt. Und das „ohne digitale Chancen auszublenden“, betont auch Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP).
Folgen des Medienkonsums
In Gmunden und Altmünster gibt es insgesamt fast 3.600 Kinder und Jugendliche, 17 Schulen und acht Kindergärten sowie viele Jugendgruppen und Vereine.
Vertreter aus Bildungseinrichtungen und Sportvereinen betonen, wie sehr sich der Medienkonsum auf Kinder und Jugendliche, sogar schon in jungen Jahren, auswirkt. Kinder seien unruhig, unentspannt und könnten sich nicht mehr konzentrieren.
„Wir erleben die Auswirkungen täglich. Der Sprachbedarf geht sehr nach oben und Kinder im Alter von drei Jahren können beispielsweise schneller das Smartphone bedienen als mit Messer und Gabel essen“, schildert Anna Hofmann, Kindergartenleiterin in Altmünster. Das ist nur ein Beispiel.
Schulärztin Gunhild Holleis weist auf den Stress hin, der durch die andauernde Erreichbarkeit komme und oft auch zu Schlafstörungen im Jugendalter führe.
LEADER-Projekt
Diesen Folgen soll das LEADER-Projekt entgegenwirken. Der konkrete Fahrplan umfasst flächendeckende Informationen über den Umgang mit Kindern von null bis 17 Jahren für Eltern, Kinder und Jugendliche, aber auch schon für Hebammen. „Dazu gehören unter anderem gezielte Workshops, Kampagnen sowie Medienkompetenz und digitale Sprechstunden an den Schulen“, erklärt Projektleiterin Stephanie Blase vom Verein Smartphone freie Kindheit.
Im Mittelpunkt stehen Sensibilisierung, Prävention, die Förderung von Medienkompetenz und eine starke regionale Vernetzung, sodass konkrete Unterstützungsangebote nachhaltig in der Region verankert werden.








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