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Hochwasserschutz an Oberer Traun und Ischlfluss fast abgeschlossen

Daniela Toth, 05.05.2015 15:00

OBERTRAUN/BAD ISCHL. Um für Hochwässer wie jenes im Jahr 2013 besser gerüstet zu sein, werden derzeit Oberösterreichweit 58 Hochwasserschutzprojekte umgesetzt. Im Bezirk Gmunden sind die Arbeiten an der Oberen Traun und am Ischlfluss weitgehend abgeschlossen.

Arbeiten in Bad Ischl* Foto: Gewässerbezirk Gmunden
Arbeiten in Bad Ischl* Foto: Gewässerbezirk Gmunden
Bund und Land Oberösterreich stellen im heurigen Jahr 77,5 Millionen Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung, wie Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz zum Hochwasserschutz bekanntgab. Ein Teil der Summe wird für den Hochwasserschutz und die Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Oberen Traun in Obertraun verwendet. Die Baumaßnahmen wurden im Herbst 2013 mit dem Neubau der Köhlerbrücke begonnen und laufen bis 2017. Der Bauabschnitt 1 von der Traunmündung in den Hallstättersee bis zur Landesstraßenbrücke wurde im Wesentlichen im Dezember des Vorjahres fertiggestellt, die Rekultivierungsarbeiten erfolgen diesen Frühling. Gleichzeitig wurde im März mit Bauabschnitt 2 begonnen. Dieser umfasst die Errichtung von Hochwasserschutzmauern und -dämmen sowie eines Plattendurchlasses im Zuge der Koppen-Landesstraße und Profilaufweitungen der Traun auf einer rund einen Kilometer langen Gewässerstrecke. Die Gesamtkosten des Projektes betragen 5,2 Millionen Euro, 83 Prozent werden über den Bund finanziert, die Gemeinde Obertraun trägt 17 Prozent.Bereits abgeschlossen ist die Instandhaltung der Ischldämme mit Kosten von 1,3 Millionen Euro, von denen der Bund die Hälfte, das Land OÖ 40 Prozent und der Wasserverband Ischl zehn Prozent übernommen haben. Der beidseitige Uferbegleitweg zwischen dem Trenklbachpolster und der Bundesstraßenbrücke wurde vor rund drei Wochen wieder freigegeben. Die Damminstandhaltung am Ischlfluss erfolgte links und rechts des Flusses auf einer Länge von 1,2 Kilometern. Der Damm zum Schutz von 70 Gebäuden und Liegenschaften vor 30-jährlichen Hochwässern wurde über eine Gesamtstrecke von 2,4 Kilometern instandgehalten. Derzeit noch im Gange sind die Arbeiten zur Verbesserung der Organismendurchgängigkeit an den 16 Querbauwerken im Verlauf des Ischlflusses. Mit den letzten fünf Rampen wird im Juni begonnen, Ende des Jahres soll der Ischlfluss im gesamten Verlauf für Organismen durchgängig sein. Die Kosten für diese Umbauarbeiten – insgesamt rund 5 Millionen Euro – tragen zu 60 Prozent der Bund, zu 30 Prozent das Land OÖ und zu zehn Prozent der Wasserverband Ischl.

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